Riesen-Jubel beim FCH! Nach 15 Spielen ohne Sieg platzt im Abstiegskampf endlich der Knoten. Ein Mann wird zum Helden des Tages.
„Wir steigen nicht ab“Heidenheim beendet Sieglos-Serie mit 3:1 gegen Union Berlin

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Jubel in Rot: Heidenheim kann doch noch siegen
Heidenheim lebt wieder! Honsak-Doppelpack beendet die quälend lange Horror-Serie Die unendlich lange Leidenszeit ist vorbei! Der 1. FC Heidenheim hat seine kleine Chance auf den Verbleib in der Fußball-Bundesliga gewahrt. Mit einem 3:1 (2:0)-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin schaffte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt nach 15 sieglosen Partien den langersehnten Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg.
Zum Mann des Spiels wurde Mathias Honsak, der im ersten Durchgang gleich zweimal zuschlug (9./36.). Union hatte über weite Strecken große Mühe und schaffte durch Leopold Querfeld lediglich den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 (75. Minute). Doch Budu Siwsiwadse hatte als Joker die passende Antwort parat (79.). Ein weiteres Tor des Georgiers kurz vor Schluss fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung.
Für den FCH war dies erst der vierte gewonnene Vergleich in der laufenden Saison; mit 19 Zählern rangiert der Klub weiterhin am Tabellenende. Die Hauptstädter, für die der eingewechselte Linus Güther mit 16 Jahren und drei Tagen zum zweitjüngsten Akteur der Bundesliga-Geschichte wurde, sind im Mittelfeld noch nicht aus dem Schneider, wie die dpa berichtet.

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Traf doppelt: Mathias Honsak
Schmidt: „Für uns alle nur schwer zu ertragen“
Die zurückliegenden Monate ohne einen einzigen Triumph seien, so Schmidt, «für uns alle nur schwer zu ertragen» gewesen. Gegen die Gäste aus Berlin sah es anfangs auch nicht nach einer Wende aus, da Union zu Beginn gefährlich agierte und durch Derrick Köhn zur ersten Top-Chance kam (2.).
Jubeln durften jedoch die Hausherren. Eine Flanke von Marvin Pieringer erreichte Honsak, der den schnellsten Treffer der Heidenheimer Saison markierte. Etwa zehn Minuten danach verfehlte der mit aufgerückte Marnon Busch mit seinem Schuss das Ziel nur knapp.
Gänsehaut-Moment beim Friseur für den Heidenheim-Coach
Schmidt und sein Team konnten sich trotz der prekären Tabellensituation wie üblich auf den Rückhalt ihrer Anhänger verlassen. Der Trainer berichtete vor dem Anpfiff von einem Erlebnis beim Haareschneiden. «Der Erste, der mich gesehen hat, meinte: Wir steigen nicht ab.» Er verspüre, dass die Bevölkerung in der 50.000-Einwohner-Stadt an der Brenz dem Verein für die Leistungen der letzten Jahre etwas zurückzahlen wolle.
Seine Elf agierte durch die Führung sichtlich inspiriert und spielte couragiert nach vorne. Sie hatte mehr Spielanteile und kam durch Honsak zum zweiten Torerfolg. Dieses Mal leitete Spielführer Patrick Mainka einen Einwurf von Busch zum startenden Österreicher weiter.

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In Heidenheim gibt es für Andrej Ilic und Union Berlin nichts zu holen
Während die Heidenheimer Mannschaft mit großem Beifall in die Umkleide ging, trottete Union-Trainer Steffen Baumgart grübelnd vom Spielfeld.
Auch nach Wiederanpfiff fand die Mannschaft von Baumgart zunächst keine Mittel. Es fehlte weiterhin an Geschwindigkeit und zündenden Einfällen im Angriffsspiel. Entweder kam, ähnlich wie in Hälfte eins, das letzte Zuspiel nicht an, oder die wachsame FCH-Abwehr um Schlussmann Diant Ramaj bereinigte die Situation – so wie bei einem Kopfstoß von Andrej Ilic in der 74. Minute. Typisch für Union fiel der Anschlusstreffer durch Querfeld dann nach der daraus resultierenden Ecke.
Der Heimsieg gegen den Lieblingsgegner Union – gegen keinen anderen Verein in der Liga konnte Heidenheim öfter gewinnen – war in der Endphase aber nicht mehr ernsthaft bedroht. Schließlich machte der eingewechselte Siwsiwadse mit seinem Treffer endgültig alles klar. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
