Eiskalter Empfang für den eigenen Anführer! Die Fans von Borussia Mönchengladbach haben Rocco Reitz die Quittung für seinen Wechsel präsentiert.
„Niemals unser Kapitän“Wegen Leipzig-Wechsel: Gladbach-Fans attackieren eigenen Kapitän

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Der künftige Leipziger Rocco Reitz geht nach dem Spiel zu den Gladbach-Fans.
Spruchbänder und gellende Pfiffe gegen den Spielführer des eigenen Teams: Während der Bundesliga-Partie bei RB Leipzig machten einige Gladbach-Anhänger ihrem Ärger über Rocco Reitz (23) deutlich Luft. Auf einem Transparent stand die unmissverständliche Botschaft: „Wer das hier will, kann niemals unser Kapitän sein“. Im Sommer wird der Mittelfeldspieler nach Leipzig wechseln und dort die Rolle von Xaver Schlager einnehmen.
„Das ist freie Meinungsäußerung. Die Fans haben das Recht, so ein Plakat aufzuhängen“, kommentierte Gladbachs Trainer Eugen Polanksi nach dem 0:1. „Deshalb muss Rocco ein Stück weit damit leben. Es ist alles im Rahmen. Ich habe nichts gesehen, was ich verwerflich finde.“ Für Polanksi sei es wichtig, dass die Angelegenheit nicht auf die Mannschaft übergreife, was auch nicht der Fall sei. Der Trainer hatte damit gerechnet, dass es nach der öffentlichen Bekanntgabe des Transfers zu derartigen oder vergleichbaren Aktionen kommen würde.
„Rocco ist reflektiert genug“
Zusätzlich wurde in der Anfangsphase jede Ballberührung von Reitz mit Pfiffen aus Trillerpfeifen quittiert. Trotzdem lieferte der 23-Jährige eine überzeugende Performance ab und gehörte zu den besten Profis der Borussia.

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Gladbach-Fans zeigten ein Banner gegen ihren Kapitän Rocco Reitz.
Seine Mitspieler lässt der zukünftige Wechsel, der Gladbach laut dpa rund 20 Millionen Euro einbringt, anscheinend kalt. „Ich glaube, Rocco ist reflektiert genug, dass er wusste, dass nach seiner Entscheidung Gegenwind auf ihn zukommen wird“, sagte Philipp Sander. „Und wir stärken ihm den Rücken. Rocco ist sportlich wichtig für uns und von daher ist das für uns gar kein Thema.“
Reitz ist für die Borussia aktiv, seit er sieben Jahre alt ist. Eine persönliche Stellungnahme direkt im Anschluss an die Partie lehnte er ab, stellte diese aber für die kommende Woche nach der Begegnung mit dem FSV Mainz in Aussicht.
Als sein Transfer verkündet wurde, gab Reitz ein Versprechen ab: „Ich kann euch versprechen, dass ich mich in jedem verbleibenden Spiel mit allem, was ich habe, für unsere Borussia zerreißen werde.“ (red)
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