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Experte schimpft„Gefällt niemandem“: BVB-Fans pfeifen Schlotterbeck aus

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Der BVB hat am Freitag die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck vermeldet. Doch von den Fans gab es im Stadion eine deutliche Reaktion.

Nico Schlotterbecks neuer Vertrag bei Borussia Dortmund ist kaum unterzeichnet, schon sorgt er für mächtig Wirbel. Obwohl die Verlängerung des Vertrags bis 2031 am Freitag offiziell gemacht wurde,  gab es einen Tag später deutlich vernehmbare Pfiffe für den Innenverteidiger.

DAZN-Moderatorin Laura Wontorra berichtete in der Halbzeitpause des BVB-Spiels gegen Bayer Leverkusen (0:1): „Eigentlich gestaltete sich alles sehr, sehr positiv vor Anpfiff. Aber als dann die Starformation vom Stadionsprecher Norbert Dickel aufgerufen wurde, hörte man Pfiffe raus.“

Schelte für die BVB-Führung: „Verstehe ich irgendwo nicht“

Die Fans sind offenbar nicht glücklich darüber, dass der Nationalspieler sich eine Klausel in den Vertrag hat schreiben lassen, die von ausgewählten Vereinen bereits in diesem Sommer gezogen werden könnte. So zumindest bewertete DAZN-Experte Sami Khedira die Reaktion im Signal-Iduna-Park.

„Ich glaube, die Klausel an sich, dass er früher gehen kann, ist gar nicht mal das Schlimme, sondern jetzt im Sommer“, so der Weltmeister von 2014. „Wenn du jetzt verlängerst und drei Monate später gehen solltest, ich glaube, das gefällt niemandem. Vor allem nicht in so einem emotionalen Umfeld wie hier in Dortmund. Deswegen sind sie ein bisschen erzürnt, sauer, und lassen auch ihre Wut sprechen.“

Sky-Experte Dietmar Hamann bewertet den Deal ebenfalls alles andere als positiv. Der Ex-Profi betrachtet die komplette Angelegenheit als hochexplosiv.

Sein unmissverständliches Urteil: „Ich halte die gesamte Situation für brandgefährlich – nicht nur für den Spieler, auch für den Verein.“ Hamann vermutet, dass Schlotterbeck den BVB in Wahrheit lieber heute als morgen verlassen will und die Offerte nur angenommen hat, weil es an anderen Möglichkeiten fehlte. „Es ist ja wohl offensichtlich, dass er gerne woanders hingehen würde, wo er bessere Chancen hätte, Meister zu werden oder Champions-League-Sieger“, lautet seine Analyse. Das berichtet „sport.de“.

Wie diverse Medien einhellig melden, ermöglicht eine Klausel Schlotterbeck den Abschied für einen Betrag von 50 bis 60 Millionen Euro – und das bereits im nächsten Sommer. Dass die Verantwortlichen des BVB sich darauf eingelassen haben, ist für Hamann absolut unverständlich.

„Dass die Dortmunder das mitmachen, dass die Ausstiegsklausel schon zehn Wochen nach Vertragsunterschrift gezogen werden kann, das verstehe ich irgendwo nicht“, so seine scharfe Rüge an die Klubleitung. Für erhebliche Unklarheit sorgt, für welche Klubs diese Option überhaupt greift. Die spanische Webseite „fichajes.net“ spekuliert schon über Real Madrid als Interessent, der die Klausel eventuell diesen Sommer aktiviert. Laut Bild gelte die Klausel derweil nicht für den FC Bayern.

Nach Hamanns Meinung sind in diesem ganzen Theater vor allem die Fans von Borussia Dortmund die Verlierer. „Die Fans haben den Anspruch, dass Spieler spielen, wo sie wissen: Die sind nächstes Jahr auch noch da“, sagt der 52-Jährige. Er wirft die Frage auf, wie man einen Spielführer haben kann, „der nach drei Monaten schon wieder den Abflug machen könnte“.

Einen finanziellen Gewinn kann Hamann für den BVB ebenfalls kaum erkennen. Ein möglicher Abgang würde zwar eine hohe Millionensumme in die Kassen spülen, aber das Geld wäre bei der Verpflichtung eines Ersatzes sofort wieder weg. Ein neuer Spieler wäre dann eben auch „zehn oder 20 Millionen Euro teurer“, so Hamanns Argumentation. Seine Schlussfolgerung: „Das heißt, der Verein hat wenig davon.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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