Abo

Wahnsinn in der NachspielzeitUnion-Held stürzt Freiburg ins Tal der Tränen

SC Freiburg - 1. FC Union Berlin

Copyright: Silas Stein/dpa

Wie gewohnt trieb Steffen Baumgart sein Team immer wieder an.

Ein Tor in letzter Sekunde bringt die Entscheidung! Für Union Berlin ist es ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf, für Freiburg ein bitterer Rückschlag. Ein eingewechselter Spieler wird zum Matchwinner.

Ein Treffer tief in der Nachspielzeit hat dem 1. FC Union Berlin einen überlebenswichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg beschert. In der 92. Minute war es der eingewechselte Wooyeong Jeong, der die Köpenicker mit seinem Tor zum 1:0 (0:0) Endstand gegen den bis dahin so starken SC Freiburg jubeln ließ, wie die dpa meldet.

Dieser zweite Sieg nach der Weihnachtspause verschafft den Berlinern Luft vor der anspruchsvollen Partie beim FC Bayern München. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist nun auf sieben Zähler angewachsen.

Freiburgs Festung bröckelt nach Europa-Dämpfer

Für den SC Freiburg ist die Enttäuschung riesig. Die ersehnte Reaktion auf das 0:1 in der Europa League bei Genk blieb aus. Stattdessen mussten die Breisgauer einen doppelten Rückschlag hinnehmen: Die Chance, den Clubrekord von zwölf ungeschlagenen Partien zu Hause aus der Spielzeit 2022/23 zu egalisieren, ist vertan. Es ist die erste Pleite im eigenen Stadion seit dem Auftaktspiel gegen den FC Augsburg.

Schon vor dem Anpfiff bei DAZN machte SC-Trainer Julian Schuster seinem Ärger Luft. Nach der schwachen Vorstellung in Belgien reagierte er mit fünf Wechseln in der Startelf und sagte: „Natürlich war ich nicht zufrieden mit der Leistung, dementsprechend waren die letzten Tage auch sehr deutlich“.

Premiere im Union-Tor: Raab springt für Rönnow ein

Vor 33.200 Fans im Stadion übernahm Freiburg zwar das Kommando auf dem Platz, doch zwingende Aktionen blieben aus. Die Hausherren waren bemühter, aber im Angriff fehlte die Durchschlagskraft – genau wie bei den Gästen aus der Hauptstadt. Besonders Freiburgs Flügelspieler Cyriaque Irié zeigte sich engagiert, konnte sich aber keine echten Tormöglichkeiten erspielen.

So verbrachte Unions Torwart Matheo Raab einen weitgehend beschäftigungslosen Nachmittag. Er feierte sein Debüt in der Bundesliga, weil Trainer Steffen Baumgart auf die etatmäßige Nummer eins, Frederik Rönnow, verzichten musste. Der dänische Keeper hatte sich am Mittwoch im Training den Knöchel verdreht und wurde nicht rechtzeitig fit.

Nach dem Wiederanpfiff bot sich ein ähnliches Bild. Von den Berlinern war im Angriff fast nichts zu sehen, während es den Freiburgern an zündenden Ideen und Genauigkeit fehlte. Eine Schrecksekunde gab es, als Igor Matanovic und Danilho Doekhi zusammenstießen. Sanitäter kamen zwar mit einer Trage auf den Rasen, doch glücklicherweise konnten beide Akteure nach einer kurzen Unterbrechung zur Behandlung weitermachen.

Und dann passierte es: Während die Freiburger vergeblich versuchten, das Spiel für sich zu entscheiden, setzte Union den entscheidenden Konter. Ausgerechnet Danilho Doekhi, der kurz zuvor noch behandelt werden musste, war mittendrin im Jubel über den späten und unerwarteten Siegtreffer seiner Mannschaft. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Bei Sky90 spricht Dietmar Hamann über den FC Bayern.

„Das ist das Skandalöse“

Dietmar Hamann schockiert vom FC Bayern