Iraks WM-Star: Vater ermordet, Bruder verschwunden
Vater getötet, Bruder entführtDas tragische Schicksal von Iraks WM-Star Aymen Hussein

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Der irakische Fußballprofi Aymen Hussein musste in seinem Leben viele Schicksalsschläge überwinden. (Archivbild)
Ein ganzes Land feiert ihn als Fußball-Helden. Doch hinter dem Erfolg von Aymen Hussein (30) verbirgt sich eine Geschichte voller Tragik und Schmerz. Der WM-Star aus dem Irak offenbart die dunkelsten Kapitel seines Lebens.
Wenn Aymen Hussein seine Geschichte erzählt, stehen nicht Pokale oder Treffer im Vordergrund, sondern Trauer und Verlust. Der Stürmer der Nationalmannschaft hat eine dramatische Vergangenheit. Er verlor als Junge seinen Vater und später verschwand sein Bruder. Dennoch führte er sein Team mit dem entscheidenden Tor gegen Bolivien nach 40 Jahren Abstinenz zur Weltmeisterschaft.
Vor dem ersten WM-Spiel gegen Norwegen am Mittwoch (15. Juni 2026, 0.00 Uhr, bei MagentaTV) erinnert sich Hussein an die furchtbarsten Augenblicke seines Lebens. Sein Vater wurde getötet, als er selbst erst zwölf Jahre zählte.
Der schreckliche Tag im Krankenhaus
Gegenüber dem Sender Al Jazeera schildert der heute 30-Jährige den entsetzlichen Tag: „Er ging einkaufen, um Baumaterialien für unser neues, im Bau befindliches Haus zu besorgen. Wenige Stunden später erhielten wir einen Anruf mit der Nachricht: Ihr Vater wurde getötet und seine Leiche befindet sich im Krankenhaus.“
Ein unvorstellbarer Schock für die ganze Familie. Hussein erinnert sich: „Zuerst konnten wir es nicht glauben. Doch dann gingen wir ins Krankenhaus und fanden dort den Leichnam meines Vaters vor. Es war eine Katastrophe für uns alle“.
Nächster Schicksalsschlag: Bruder entführt
Aber nur einige Jahre danach traf die Familie ein weiterer harter Schlag. Der Bruder von Hussein wurde verschleppt. „Seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört“, sagt der Angreifer. Die Trauer war so überwältigend, dass er überlegte, mit dem Fußball aufzuhören, um sich um seine Angehörigen zu kümmern.
„Ich habe beschlossen, mit dem Fußballspielen aufzuhören, um für meine Familie zu sorgen, aber meine Mutter hat sich geweigert. Sie hat mich gebeten, weiterzuspielen“, berichtet Hussein. Diese Bitte seiner Mutter sollte seine Zukunft entscheidend prägen.
Trotz allem: Der Traum von der WM lebt
Ungeachtet all dieser Schicksalsschläge steht der Angreifer jetzt vor dem wichtigsten Wettbewerb seiner Laufbahn. Sogar bei seiner Ankunft in den USA für die Weltmeisterschaft gab es Schwierigkeiten; die Grenzschutzbeamten verhörten ihn über Stunden. In der Vorrunde trifft sein Team nicht nur auf Norwegen, sondern auch auf Frankreich und Senegal.
Der Druck auf ihn ist enorm. Der irakische Keeper Jalal Hassan meint dazu: „Aymen ist ein Name, der keiner Vorstellung bedarf. Seine Leistungen sprechen für sich, nicht nur im Irak, sondern in der gesamten Region und im arabischen Fußball. Wir erwarten viel von ihm“. (dpa/red)
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