TV-Quote der ARD WM-Debakel gegen Costa Rica mit Turnier-Rekord – dennoch bleibt viel Frust

Bundestrainer Hansi Flick (l) und der ehemalige Nationalspieler Bastian Schweinsteiger stehen vor dem Spiel beim Fernsehinterview der ARD nebeneinander.

Hansi Flick und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger vor dem Spiel gegen Costa Rica am 1. Dezember 2022.

Die ARD hat beim letzten deutschen Vorrundenspiel der Nationalmannschaft gegen Costa Rica die bisher beste TV-Quote des Turniers eingefahren. Dennoch fiel auch diese gering aus. 

Erst standen die meisten Fans der Winter-WM von Katar skeptisch gegenüber. Als nun doch etwas WM-Begeisterung aufkommen wollte, ist das Turnier für Deutschland schon wieder beendet. Damit dürften auch für die übertragenden TV-Sender wieder trostlose Tage anbrechen.

Immerhin wurde beim letzten deutschen Turnierspiel neben dem 4:2-Erfolg auch bei der Einschaltquote noch ein Sieg eingefahren. Das finale Gruppenspiel gegen Costa Rica schalteten am Donnerstag (1. Dezember 2022) durchschnittlich 17,44 Millionen Menschen.

Deutschland gegen Costa Rica holte die bisher beste TV-Quote

Damit verbuchte die ARD die bis dato beste Reichweite der Winter-WM in Katar. Im Vergleich zum Gruppenspiel gegen Spanien am Sonntagabend legte das entscheidende Match also rund 0,4 Millionen zusehende Fans drauf.

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Auch die Marktanteile stiegen nochmals um einige Punkte. Insgesamt kam die Partie gegen Costa Rica auf 53,7 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurde erstmals die 60-Prozent-Marke geknackt: 64,2 Prozent sahen das deutsche Ausscheiden trotz eines Sieges.

Zudem ist die wirkliche Einschaltquote deutlich höher. MagentaTV übertrug das Spiel ebenfalls. Reichweiten werden dort nicht veröffentlicht. Zudem werden Streaming-Abrufe über die Mediatheken, Apps und Internet-Seiten nicht mitgezählt.

Unter dem Strich musste sich die Mannschaft von Hansi Flick (57) damit also auch der Frauen-Nationalmannschaft geschlagen geben. Deren EM-Finale im Sommer hatte rund 17,9 Millionen Menschen ab drei Jahren in den Bann gezogen.

Zudem kam die WM in Katar bei weitem nicht an frühere Reichweiten heran. Nun, nach dem Aus der DFB-Elf, dürfte das Interesse wieder dramatisch zurückgehen. Auch für die TV-Sender bleibt so nur ein Wüsten-Fiasko in Erinnerung.

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