MagentaTV-Kommentator Jonas Friedrich und Experte Micky Beisenherz sind sich einig: Paraguay ist keine echte Herausforderung für Deutschland.
DFB-Elf zweitklassig?TV-Experten über Paraguay: „Das ist kein Gegner“

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bekommt es nach ihrem bedenklichen WM-Auftritt gegen die Elfenbeinküste im Sechzehntelfinale nun mit Paraguay zu tun. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend (22.30 Uhr MESZ) im amerikanischen Foxborough nahe Boston statt.
Klarheit brachte das 1:0 Spaniens gegen Uruguay, sodass Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits jetzt – und nicht wie zunächst befürchtet erst einen halben Tag vor dem Duell – sein Team auf den Gegner der ersten K.-o.-Runde einstellen kann.
Micky Beisenherz: „Wir sind vielleicht ein zweitklassiges Team, aber wir müssen die schlagen“
Doch wie schwer ist dieses Los? „MagentaTV“-Kommentator Jonas Friedrich nahm sich in seiner Einschätzung nicht zurück. „Paraguay ist kein Gegner. Bei allem Respekt. Das ist eine drittklassige Mannschaft“, sagte Friedrich.
Eine ernsthafte Herausforderung könne der Gegner für Deutschland nicht sein. „Bei diesem Klassenunterschied zu Paraguay kann das Selbstvertrauen kein Kriterium sein. Das ist für mich ein Pokalspiel. Vielleicht nicht Amateur gegen Profi, aber Regionalliga.“
Micky Beisenherz teilt diese Einschätzung. „Wäre Uruguay nicht ausgeschieden in der Vorrunde, hätte ich gesagt: Paraguay ist das schwächste südamerikanische Team bei dieser WM. Dabei würde ich auch bleiben – insbesondere mit Blick auf die individuelle Qualität. Das ist ein drittklassiges Team“, sagte der Moderator und Podcaster.
Für Deutschland bedeutet das eine klare Aufgabe. Beisenherz betonte aber auch: „Wir sind vielleicht ein zweitklassiges Team, aber wir müssen die schlagen. Das Spiel gegen Ecuador hat die Sinne geschärft. Wir haben sehr deutlich gesehen, wo wir griffiger sein müssen.“
Der Einschätzung, dass die DFB-Elf vielleicht zweitklassig sei, wollte in der Runde keiner widersprechen – was in Anbetracht der Qualität der deutschen Spieler durchaus überrascht.
Kai Havertz stand im Finale der Champions League. Die Bayern-Fraktion mit Manuel Neuer, Jonathan Tah, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Jamal Musiala und Aleksandar Pavlović erreichte das Halbfinale desselben Wettbewerbs.
Florian Wirtz spielt beim FC Liverpool ebenfalls in der europäischen Elite, Antonio Rüdiger bei Real Madrid. Und auch Felix Nmecha oder Deniz Undav künftig spielen in der Königsklasse und sind im Begriff, ihre Marktwerte in die Höhe zu schrauben. Keine Spieler einer zweitklassigen Mannschaft.

