Poldi macht sich Sorgen um den Auftritt der DFB-Elf bei der WM – doch der Ex-Kölner und frühere Nationalspieler glaubt an die Wende in der K.o.-Phase.
„Da mache ich mir Sorgen“Podolski und Kroos: Das muss die DFB-Elf ändern

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Lukas Podolski (r.) und Toni Kroos kennen sich aus vielen Jahren bei der Nationalmannschaft.

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Lukas Podolski (40) hat in der Live-Show „Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe“ auf TikTok deutliche Kritik am deutschen Spiel geübt, blickt aber trotzdem optimistisch auf die kommenden Aufgaben. Im WM-Sechzehntelfinale trifft die DFB-Elf auf Paraguay.
Der Ex-FC-Profi und einstige Weltmeister sieht die größte Schwachstelle nicht in der Abwehr, sondern dort, wo eigentlich die Stärke der Mannschaft liegen sollte: im Spiel nach vorne.
Lukas Podolski über deutsche WM-Auftritte: „Mir fehlt einfach dieser Spielwitz vorne“
„Mir fehlt einfach dieser Spielwitz vorne. Wir haben die Spieler, aber wir kriegen diese Qualität nach vorne nicht hin. Da mache ich mir ein bisschen Sorgen“, so Podolski offen.
Der 40-Jährige sprach von fehlender Torgefährlichkeit und mangelnder Präzision in den entscheidenden Momenten. „Die Spieler, die eigentlich die Qualität haben, die lassen noch ein bisschen zu wünschen übrig.“
Das Problem erkannte auch Gesprächspartner und Ex-DFB-Kollege Toni Kroos (36) – und schärfte die Beobachtung noch etwas nach. Der einst überragende Mittelfeld-Routinier des DFB diagnostizierte grundlegende Schwächen im deutschen Spiel: „Es sind so unfassbar viele einfache Fehler von Spielern, die eigentlich viel besser sind als das, was sie spielen. Es ist nicht nur einer, der nicht so funktioniert.“
Zu viele Ballverluste, zu wenig Ruhe in der Spielkontrolle sind laut Kroos das eigentliche Problem. „Da ist in den Angriffen schon vorher Schluss, wir tun uns superschwer, viele Chancen rauszuspielen“, sagte der Ex-Profi von Real Madrid. Die Nationalelf könne ihre Überlegenheit technisch nicht ausspielen und verfalle stattdessen in ein physisches Spiel, das nicht ihre Stärke sei.
Doch wo Podolski beim Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann Schwächen diagnostiziert, will der frühere FC-Liebling nicht stehen bleiben. Der Ex-Stürmer, der im Sommer seine Fußballkarriere beendet hat, verwies auch auf mentale Faktoren, die sich dringend ändern müssten – auf den fehlenden „Biss“, auf kleine Gesten, die einem Gegner zeigen, dass Deutschland unbedingt gewinnen will.
„Du musst nicht nur physisch sein, du kannst es trotzdem zeigen. Du musst nicht immer einen wegwichsen, nicht jedes Kopfballduell gewinnen, aber du kannst anders agieren“, erklärte Poldi den Unterschied zwischen reinem Körpereinsatz und intelligenter Spielweise.
Poldi ist sich sicher: Die Niederlage gegen Ecuador könnte zum Wendepunkt werden. „Vielleicht ist so eine Niederlage mal gut. Mal auf die Fresse zu bekommen. Damit jeder mal sagt: jetzt kommen wir mal runter“, sagte Podolski und betonte: „Man muss jetzt nicht alles nur schlechtreden. Lass uns die Jungs pushen. Lass uns positiv bleiben und hoffen, dass die bis zum Ende da bleiben.“
