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„Schande für den Fußball“Matthäus erklärt große Sorge bei Deutschland-Spiel

Klartext von Lothar Matthäus nach dem Deutschland-Spiel gegen Ecuador bei der WM 2026.

Sportlich hielt sich die Bedeutung des letzten deutschen Vorrunden-Duells bei der WM 2026 in Grenzen, dennoch wurde bislang über keinen Auftritt der DFB-Auswahl so intensiv diskutiert wie über das 1:2 gegen Ecuador.

Der Auftritt im letzten Gruppenspiel weckte neue Fragezeichen rund um die Nationalmannschaft, die bei erwartbarem Turnierverlauf im Achtelfinale auf Top-Favorit Frankreich treffen würde. Lothar Matthäus (64) beschäftige nach dem Spiel aber auch etwas ganz anderes.

Lothar Matthäus äußert deutliche Kritik

In seinem Fazit zum Spiel machte der Rekordnationalspieler zunächst klar, dass er den Schuss vor den Bug als gar nicht so verkehrt empfunden habe: „Es ist gut, dass Deutschland verloren hat, um wieder aufzuwachen“, sagte Matthäus. Er ist überzeugt, dass die Mannschaft jetzt mit vollem Fokus in die K.o.-Phase startet.

Gegner Ecuador hatte um den Einzug ins Sechzehntelfinale dagegen deutlich länger zittern müssen. Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen brauchte es gegen Deutschland unbedingt einen Sieg, der gelang dank starker Moral und einem gedrehten frühen Rückstand.

Beteiligt am Nackenschlag in der 2. Minute war auch Schiedsrichterin Tori Penso (39), die ein klares Foul von Aleksandar Pavlovic (23) an Gegenspieler Pedro Vite (24) im Vorlauf des Treffers von Leroy Sané (30) zum 1:0 nicht geahndet hatte.

Auch ein ausführlicher VAR-Check war ausgeblieben. Zahlreiche Ex-Schiris hatten sich im Anschluss sehr überrascht über die Entscheidung geäußert, auf dem Platz hatten sich die Ecuadorianer vehement über den ausgebliebenen Pfiff beschwert.

Zweikampf zwischen Aleksandar Pavlovic und Pedro Vite.

Copyright: Yuki Iwamura/AP/dpa

Aleksandar Pavlovic trifft Gegenspieler Pedro Vite klar mit dem Fuß im Gesicht. Schiedsrichterin Tori Penso ließ die Szene vor dem 1:0 laufen.

Matthäus ging sogar noch einen Schritt weiter und kommentierte die Leistung der Unparteiischen mit harten Worten. „Wäre Ecuador deswegen ausgeschieden, wäre das eine Schande für den internationalen Fußball“, berichtete der einstige Weltfußballer bei RTL/ntv von seiner zwischenzeitlichen Sorge beim Deutschland-Spiel.

Weil sich die DFB-Auswahl die schmeichelhafte Führung wieder abjagen ließ, konnten sowohl Ecuador als auch Penso letztlich durchatmen. „Da macht sich die Fifa keinen Gefallen mit“, urteilte Matthäus dennoch.

Penso hatte nach einem guten ersten WM-Eindruck beim Spiel zwischen Tschechien und Südafrika (1:1) diesmal keinen guten Tag erwischt und bei mehreren Szenen daneben gelegen. Obwohl Deutschland beim 1:0 im Glück gewesen war, hatte auch Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) sich kritisch über die Leistung geäußert.

Pressekonferenz mit Julian Nagelsmann bei der WM 2026.
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