Das war mal ein richtig dämlicher Platzverweis. Beim 3:0-Sieg der TSG Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen fliegt Alexander Prass spät vom Platz.
Nach Kopf-CrashTSG-Profi trifft und fliegt dann wegen Dämlich-Aktion vom Platz

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Dämlich: Alexander Prass hatte schon Gelb, zog sich beim Jubel aber trotzdem das Trikot aus.
Der stolze Erfolgslauf ist jäh gerissen! Zuletzt feierte Bayer Leverkusen in der Meisterschaft noch drei Siege hintereinander. Doch der Auftritt im Kraichgau beendet diese Serie gnadenlos. Bei der TSG Hoffenheim kassiert die Werkself eine herbe 0:3-Klatsche. Dabei geht es auf dem Rasen hoch her: Sowohl bei den Spielern als auch an den Seitenlinien brennen irgendwann sämtliche Sicherungen durch.
Während der ersten 45 Minuten deutet noch überhaupt nichts auf solch ein Spektakel hin. Das Publikum im Stadion erlebt zunächst ziemlich müde Fußball-Magerkost. Nach dem Gang in die Kabinen dreht sich das Geschehen jedoch komplett. Auf einmal entbrennt auf dem Grün ein hitziges Gefecht voller Frust und Dramatik. Das berichtet „bild.de“.
Trikot runter, Platzverweis drauf
Ein Foulelfmeter bringt schließlich die Wende. Innerhalb des Sechzehners trifft Bayer-Spieler Tapsoba den rechten Knöchel von TSG-Akteur Asllani. Nach einer Überprüfung durch die Video-Assistenten deutet der Unparteiische Robert Hartmann in Spielminute 79 sofort auf die Elfmeter-Markierung. Angreifer Andrej Kramarić übernimmt die Verantwortung. Völlig unbeeindruckt netzt der Routinier zur 1:0-Führung ein.
Dieser Einschlag schreibt echte Vereinsgeschichte! Für die Kraichgauer bedeutet das nämlich den exakt 1000. Treffer im deutschen Oberhaus. Besonders verrückt: Bereits die 500. Bude des Klubs ging damals auf das Konto des Kroaten. Mittlerweile stehen für Kramarić im TSG-Dress stolze 141 Tore in der Bundesliga zu Buche.
Zehn Minuten danach folgt der nächste Nackenschlag für die Gäste. Als 89 Minuten gespielt sind, schraubt Alexander Prass das Resultat auf 2:0 in die Höhe. Allerdings währt der Jubel des Mittelfeld-Akteurs nur wenige Augenblicke. Im Freudentaumel zieht er sein Trikot aus – was zwingend die Gelbe Karte nach sich zieht. Extrem bitter: Wegen einer Attacke gegen Tillman vor dem Pausenpfiff war er bereits vorbelastet. Folgerichtig zückt der Referee die Ampelkarte, und Prass muss vorzeitig duschen gehen. Was für ein Dämlich-Platzverweis.
Noch heftiger wird die Aufregung jedoch durch einen Vorfall unmittelbar vor diesem Treffer. Im Zweikampf prallen Bayer-Profi Badé sowie Hoffenheim-Akteur Moerstedt heftig mit den Köpfen aufeinander. Augenblicklich eilen die medizinischen Betreuer auf das Spielfeld. Völlig aufgelöst rennt auch Leverkusens Coach Carles Martinez bis zur Mittellinie. Über mehrere Minuten hinweg versorgen die Ärzte den verletzten Badé. Alleine kann der Leverkusener den Platz nicht mehr verlassen. Letztlich tragen ihn die Helfer auf einer Bahre herunter.
Jener bange Moment wirft einen dunklen Schatten über die verbleibende Spielzeit. Auf der Anzeigetafel sorgt die Heimelf dennoch für endgültige Klarheit: Tief in der Nachspielzeit markiert ausgerechnet Moerstedt noch den 3:0-Endstand (90.+6).
Bereits während der Halbzeitpause kam es übrigens zu einem ungewöhnlichen Wechsel. Weil seine Wade streikte, musste der ursprüngliche Spielleiter Daniel Siebert passen. Aus diesem Grund übergab der Unparteiische aus Berlin die Leitung der Begegnung an Kollegen Robert Hartmann. Den zweiten Durchgang begleitete der angeschlagene Siebert dann nur noch von draußen in der Funktion des Vierten Offiziellen. (red)

