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„Super gemacht und die Null gehalten“Wagner reagiert auf Pfiffe der FC-Fans

Aktualisiert:

Das 0:0 des 1. FC Köln gegen Aufsteiger Schalke sorgte bei vielen Fans für Enttäuschung und Wut. Es gab Pfiffe – auch gegen den Trainer. Nach dem Spiel reagierte Wagner darauf.

Der 1. FC Köln hat am Samstagnachmittag (24. Oktober 2026) zahlreiche Fans verärgert und frustriert. In einem müden Kick gab es daheim nur ein 0:0 gegen Aufsteiger Schalke 04.

Acht Stammspieler hatte Schalke schon vor dem Blut-Crash von Gosens und El-Fazoui nicht zur Verfügung. Doch der FC fand gegen die Rumpftruppe der Königsblauen keine Lösung. Trainer Miron Muslic war entsprechend happy mit dem Punkt. Viele Kölner Zuschauer dagegen ganz und gar nicht.

Erstmals zu Null unter Wagner – Trainer ist nicht unzufrieden

Nach der Partie gab es ein gellendes Pfeifkonzert aus der Südkurve. Auch „Wagner raus“-Rufe hallten durch das Rhein-Energie-Stadion. Erste Rufe gegen Wagner hatte es bereits während des Spiels gegeben. Nach knapp 70 Minuten nahm Wagner England-Juwel Mikey Moore aus der Partie und brachte Luca Waldschmidt. Moore war in den Minuten zuvor immer besser ins Spiel gekommen und strahlte wenigstens etwas Gefahr aus. Viele Fans waren wütend, dass der junge Engländer runtergenommen wurde.

Marius Bülter meinte insgesamt zur zweiten Halbzeit: „Es hat sich langsam und träge angefühlt.“ FC-Trainer René Wagner (38) war nicht ganz unzufrieden: „In der zweiten Halbzeit haben die Schalker noch kompakter und leidenschaftlicher verteidigt, da war es für uns noch schwerer als in der ersten Halbzeit, Torchancen zu generieren. Aber in der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass da viel Power da war.“

Wagner lobte sein Team: „Wir haben es nicht geschafft, durchzubrechen, mussten aber auch aufpassen, immer wieder die Umschalter zu verteidigen. Das hat die Mannschaft super gemacht und am Ende die Null gehalten. Das war nicht einfach, die Balance zu finden, zwischen Risiko im letzten Drittel und nicht noch einen Umschalter gegen Ende des Spiels zu bekommen. Dann würden wir nicht mit einem Punkt hier sitzen.“

Generell meinte Wagner: „Der Punkt fühlt sich vielleicht ein bisschen zu wenig an. Die Präzision und ein bisschen Glück haben gefehlt. Wir haben es nicht geschafft, gefährlich zu werden. Aber wir haben es geschafft, kein Gegentor zu kassieren. Und so gab es ein gerechtes 0:0.“

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Das Pfeifkonzert war ihm nach dem mauen Spiel nicht entgangen. Wagner sagte dazu: „Die Erwartungshaltung an diesem Standort ist riesig. Es ist ein Privileg, hier arbeiten zu dürfen. Bei so einem Verein möchte man natürlich als Trainer arbeiten. Nichtsdestotrotz gehört es dazu, dass wir zu Hause versuchen, so ein Spiel zu gewinnen. Das haben wir getan. Alle Jungs, die auf dem Platz standen, haben Gas gegeben. Das ist für uns das Wichtigste. Wir haben es leider nicht geschafft, im letzten Drittel die Gefahr auszustrahlen, die wir gerne ausgestrahlt hätten.“

Und wie sehen es die Spieler? Hat Linksverteidiger Borna Sosa Verständnis für die Pfiffe? „Ja und nein. Ja, weil wir natürlich enttäuscht sind, weil wir die drei Punkte nicht geholt haben. Nein, weil wir alles dafür gegeben haben. Ich denke, dass jeder, der heute gespielt hat, gezeigt hat, dass wir gewinnen wollten. Manchmal passiert das nicht.“

Bülter meinte zu den wütenden Fans: „Es ist alles emotional hier, das ist auch das Schöne. Aber natürlich kann man das auch nachvollziehen. Wir als Mannschaft haben uns auch viel, viel mehr vorgenommen. Wenn man sich die zweite Halbzeit anguckt, war das viel zu wenig.“ Die Wut auf Trainer Wagner findet er überzogen: „Ich kann es nicht verstehen. Es ist emotional, da kommt so etwas mal zustande. Da müssen wir drüberstehen und bei uns bleiben.“