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Jetzt eskaliert Lage völlig Super-League-Stars droht EM-Aus im Sommer – DFB reagiert

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Kai Havertz und Timo Werner (hier beim Training im März in Düsseldorf) wären vom UEFA-Bann betroffen.

Montreaux – Jetzt knallt es total! Der europäische Fußball steht vor einer historischen Spaltung. Die Fronten nach der Ankündigung von zwölf Vereinen, eine eigene Super League gründen zu wollen, sind total verhärtet. Und es kann nun zum ganz großen Bruch kommen. Selbst der Ausgang der laufenden Europapokal-Wettbewerbe sowie der Europameisterschaft sind nun völlig offen.

  • Debatte um neue Super League eskaliert total
  • UEFA droht mit Ausschluss aus Europapokal und Europameisterschaft
  • Präsident Aleksander Ceferin lässt alles rechtlich prüfen

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) lässt die Muskeln spielen, erwägt sogar einen Ausschluss der Abtrünnigen aus den laufenden Europacup-Wettbewerben, sagte Präsident Aleksander Ceferin (53) am Montag (19. April). „Meiner Meinung nach müssen die Teams und Spieler von all unseren Wettbewerben ausgeschlossen werden. Es wird ihnen auch nicht mehr erlaubt sein, für ihre Nationalmannschaften aufzulaufen“.

Wann dies geschehen werde, ließ der Slowene noch offen. Es sei „zu früh“, um über rechtliche Konsequenzen zu sprechen. Es solle aber „so früh wie möglich“ geschehen.

Im Champions-League-Halbfinale (Paris St. Germain gegen Manchester City, Real Madrid gegen FC Chelsea) ist PSG der einzige Klub, der nicht zu jenen Rebellen gehört, die eine UEFA-unabhängige Superliga gründen wollen. In der Europa League stehen Manchester United (gegen AS Rom) und der FC Arsenal (gegen den FC Villarreal) unter den letzten Vier. Beide wollen sich ebenfalls lossagen. Wie mit den Halbfinals verfahren würde, ist offen.

Wie geht es in der Champions und Europa League nun weiter?

Als Reaktion auf die Pläne der zwölf Klubs aus England, Italien und Spanien spricht der Verband auch klar und deutlich von einem Spieler-Bann. Ceferin (53): „Die Spieler, die in diesen Teams spielen, die vielleicht in einer geschlossenen Liga spielen, werden von der Weltmeisterschaft und Europameisterschaft ausgeschlossen.“

Ceferin-Super-League

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (hier bei einer Pressekonferenz im Februar 2019) ist von den Super-League-Plänen geschockt.

In der deutschen Nationalmannschaft wären unter anderem Toni Kroos von Real Madrid, die Chelsea-Profis Timo Werner, Antonio Rüdiger und Kai Havertz sowie Ilkay Gündogan von Manchester City vom Bann betroffen. Ceferin macht deutlich: „Wir stehen alle gemeinsam gegen dieses Nonsens-Projekt. Alle 55 Verbände sind gegen die zynischen Pläne. Es geht um Gier, Eigennutz und Narzissmus einiger Personen“. Den Menschen, die den Fußball lieben, werde „ins Gesicht gespuckt“.

Gemeinsame Erklärung von DFL und DFB

Die Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußball-Bund reagierten mit einer gemeinsamen Erklärung. „Wir stehen in Solidarität zur UEFA und Präsident Aleksander Ceferin. Gleichzeitig unterstützen wir sämtliche angekündigten Gegen-Maßnahmen von FIFA und UEFA, aber auch der betroffenen nationalen Ligen und Verbände. Dass hiervon auch die Berufung deutscher, bei Super-League-Clubs unter Vertrag stehender Nationalspieler betroffen sein kann, ist uns bewusst“, heißt es darin.

„Es geht um die Zukunft des Volkssports Fußball – und um eine Weichenstellung, wie wir sie noch nicht erlebt haben. Wir dürfen nicht zulassen, dass die finanziellen Interessen einiger weniger Top-Clubs aus England, Italien und Spanien die Abschaffung bewährter Strukturen bewirken. Nationale Ligen sind die Basis für den professionellen Fußball, seine Popularität und seine Strahlkraft in die gesamte Gesellschaft. Es ist verantwortungslos und nicht hinnehmbar, das gewachsene Miteinander aufs Spiel zu setzen.“

Die Super-League-Vereine ließen sich davon aber nicht beeindrucken. „Wir werden dem Fußball auf jeder Ebene helfen und ihn an seinen rechtmäßigen Platz in der Welt bringen“, sagte Florentino Perez, Präsident von Real Madrid und erster Vorsitzender der Super League.

Spielergewerkschaft kündigt Klagen gegen Ausschlüsse an

Die Spielergwerkschaft FIFPro hat bereits ihren Widerstand gegen mögliche Ausschlüsse angekündigt. „Wir werden uns energisch gegen Maßnahmen beider Seiten wehren, welche die Rechte der Spieler beeinträchtigen - wie zum Beispiel den Ausschluss aus ihren Nationalmannschaften“, teilte der Verband mit: „Die Spieler werden bei diesen Verhandlungen weiterhin als Druckmittel eingesetzt. Das ist für uns nicht hinnehmbar.“ (msw)

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