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„Jetzt muss ich kotzen. Tschüss!“Nach Skandal-Szenen: Calli-Wut im „Doppelpass“

Sören Gonther ist im Doppelpass auf einem Bildschirm zu sehen.

Copyright: Sport1

Im „Doppelpass“ wurde über die Ausschreitungen in Dresden diskutiert. Dynamo-Geschäftsführer Sören Gonther kam in einer Videoschalte zu Wort.

Diese Szenen bestürzen die Experten im Doppelpass. Die Fan-Ausschreitungen beim Spiel Dresden gegen Hertha wecken bei Reiner Calmund böse Erinnerungen.

Der Eklat von Dresden beschäftigt auch die Experten im Sport1-„Doppelpass“. Vor allem Reiner Calmund und Reporter-Urgestein Uli Köhler redeten sich in Rage.

Im Samstagabendspiel der 2. Bundesliga zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC war es am Vortag zu skandalösen Szenen gekommen. Fans beider Vereine kletterten über Zäune, vermummte Dresden-Anhänger rannten Richtung Hertha-Block. Später wurde eine Berliner Fahne im Dresdner Block verbrannt. Das Spiel wurde unterbrochen. Der DFB hat beide Klubs zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert.

Reporter-Legende fordert Selbstreinigung der Kurven

Dynamo-Geschäftsführer Sören Gonther äußerte sich im „Doppelpass“ und verurteilte die Geschehnisse scharf. Köhler störte sich allerdings daran, dass der Dresden-Boss von einigen wenigen Störenfrieden gesprochen hatte. „Das mag ja sein. Aber wenn die alles bestimmen ... Darum geht es ja“, sagte er. „Das geht nur über Selbstreinigung“, forderte Köhler. „Das heißt, da sind ja 5000, 10.000, was weiß ich wie viele Ultras und andere Fans – die müssen die bekannt machen und sagen: ‚Ihr habt hier nichts mehr zu suchen!‘“

Er habe allerdings das Gefühl, es sei nicht allen ernst – „oder die haben Angst. Dann müssen sie geschützt werden. Wir sind im Rechtsstaat. Das ist nicht zu tolerieren.“

Calmund erinnerte sich derweil an seine eigene Zeit bei Dynamo Dresden. 2010 sollte er dem Verein ehrenamtlich als Berater unter die Arme greifen. „Ich habe das ein Jahr mit Spaß umsonst gemacht. Dann kam das letzte Spiel“, so Calli.

Damals spielte Dynamo in der Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, machte diesen mit einem 3:1-Sieg im Rückspiel beim VfL Osnabrück perfekt. In der Schlussphase stürmten einige Dresden-Fans den Platz.

Calli hat die Szenen so in Erinnerung: „Kurz vor Schluss, Verlängerung. Der Schiedsrichter sagt: ‚Calli, sorg dafür, dass die hier nicht weiter so toben und Wasser und Zeug auf den Platz schmeißen.‘“

Die Manager-Ikone weiter: „Neben mir sitzen die zwei wichtigsten Vorstandsmitglieder, mit viel Kohle, mit viel Kopf! Ich sage denen: ‚Geht mal dahin in die Kurve, die wissen ja, was ihr für eine Bedeutung habt.‘ Da kamen die zurück. Klitschnass! Wisst ihr, was ich gemacht habe? Fünf Minuten vor Schluss, Auto, nicht nach Dresden zur Aufstiegsfeier. Ab nach Saarlouis, nach Hause!“

Ein Freund, der ihn überhaupt erst zum Engagement bei Dynamo überredet habe, habe ihn angerufen, weil er sich mit ihm in Dresden zum Feiern treffen wollte. Doch Calli war die Lust vergangen. „Nie mehr, ich habe die Schnauze voll! Nach einem Aufstieg so umzugehen mit sehr verdienstvollen, klugen Vereinsführern, die auch noch die Kohle reinstecken. Da kann ich sagen, jetzt muss ich kotzen. Tschüss!“

Köhler plädierte nach der Wutrede allerdings dafür, nun kein billiges Dynamo-Bashing zu betreiben. Kommentator Robbie Hunke betonte: „Was mich besonders aufregt in den Kommentarspalten, da kommt von Hertha-Fans: ‚Ihr habt angefangen.‘ Von den Dresden-Fans: ‚Ihr habt angefangen.‘ Mir ist es ehrlich gesagt scheißegal, wer da angefangen hat. Das, was da passiert, ist wirklich bodenlos. Immer wieder wird dieses Zweitliga-Topspiel, das ja auch im Free-TV gezeigt wird, als Bühne genutzt.“

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