Showdown um die letzten WM-PlätzeEin Team kämpft gegen den Krieg, Europa zittert: Alles zu den Entscheidungsspielen

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Iraks Trainer Graham Arnold (r). (Archivbild)
Der Countdown läuft: Am Donnerstag sowie am kommenden Dienstag fällt die Entscheidung über die letzten sechs Teilnehmer der Fußball-WM. Das Turnier findet im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada statt. Für die Anhänger bedeutet dies Hochspannung bis zum Schluss.
Die Qualifikation ist in zwei separate Wettbewerbe aufgeteilt: Einer findet in Europa statt, der andere für die übrigen Kontinente. Auf dem europäischen Kontinent sind noch vier von 16 Plätzen zu haben. Sechs Mannschaften aus anderen Konföderationen ringen währenddessen in Mexiko um die letzten beiden WM-Fahrkarten. Die deutsche Nationalelf ist als einer von zwölf Gruppensiegern schon qualifiziert und kann entspannt zusehen.
Der Modus in Europa: So wird gespielt
Bei den UEFA-Playoffs ist Hochspannung garantiert. Das System ist einfach: 16 Teams werden in vier Gruppen gelost, die als Pfade A bis D bezeichnet werden. Jede Gruppe bestreitet ein Miniturnier mit Halbfinale und Endspiel. Es gibt kein Rückspiel, alles entscheidet sich in einer Begegnung. Bei einem Gleichstand nach regulärer Spielzeit geht es in die Verlängerung und notfalls ins Elfmeterschießen. Nur die vier Gewinner der Pfade qualifizieren sich für die WM.
Das sind die Halbfinal-Duelle:
Wer im Halbfinale zu Hause antreten darf, hängt von der besseren Bilanz in der Quali ab. Das Heimrecht für die entscheidenden Endspiele wurde bereits im November ausgelost. Auch die Belohnung für die Gewinner ist teilweise bekannt: Der Sieger von Pfad A kommt in die Gruppe B zum Co-Gastgeber Kanada, während der Triumphator aus Pfad C in Gruppe D gegen die USA ran muss.
Irak-Team im Chaos: Krieg durchkreuzt WM-Traum
Eine besonders heikle Situation erlebt die irakische Nationalelf. Die Vorbereitungen und die Anreise wurden wegen des am 28. Februar ausgebrochenen Kriegs im Iran massiv beeinträchtigt, wie die „dpa“ meldet. Weil der Luftraum gesperrt und internationale Flüge gestrichen wurden, war ein großer Teil des Kaders in Bagdad gefangen. Coach Graham Arnold musste die Mannschaftsleitung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus übernehmen.
Ein Gesuch des Irak, das Spiel zu verschieben, wies die FIFA mit Verweis auf den vollen Terminkalender zurück. Dann die überraschende Hilfe: Der Fußball-Weltverband organisiert einen Privatjet für das Team. Dieser soll am 20. März von Saudi-Arabien aus, nahe der Grenze zum Irak, starten und die Mannschaft am 21. März nach Monterrey fliegen. Sollte die Qualifikation gelingen, wäre es für den Irak die erste WM-Endrunde seit 1986.
TV-Infos: Hier laufen die Entscheidungsspiele
Fans in Deutschland können die europäischen Entscheidungsspiele live bei DAZN mitverfolgen. Schlechte Nachrichten gibt es aber für die Partien aus Mexiko: Für die interkontinentalen Playoffs ist derzeit keine Übertragung geplant. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

