Ein echter Schreckmoment für Schwedens Nationalelf: Als die Spieler zum Training kommen, sehen sie eine Tribüne in Trümmern.
Schreck beim WM-TrainingTribüne im Schweden-Camp liegt in Trümmern

Copyright: Julio Cortez/AP/dpa
Von den Tribünen des Toyota Stadiums aus sind Abrissarbeiten zu sehen, während die schwedischen Spieler vor ihrem WM-Gruppenspiel (Gruppe F) eine Trainingseinheit absolvieren.
Was für Bilder aus dem WM-Quartier der Schweden in Frisco, Texas. Als die Mannschaft von Trainer Graham Potter (51) am Mittwoch zum Trainieren erschien, trauten die Kicker ihren Augen kaum: Ein gewaltiger Trümmerhaufen, wo die Pressetribüne hätte sein sollen!
Das Team wollte sich im Stadion des FC Dallas für das entscheidende Gruppenspiel gegen Japan am 26. Juni (1 Uhr) rüsten. Stattdessen fanden sie eine komplett demolierte Tribüne vor, die auf die roten Sitze gestürzt war.
Abriss-Fehler bei 182-Millionen-Projekt
Spieler Besfort Zeneli (23) zeigte sich fassungslos: „Ich dachte nur: Was ist passiert? Soweit ich weiß, hat es keinen Sturm gegeben.“ Das berichtet „bild.de“.
Der Grund für dieses Chaos: Das Toyota-Stadium wird aktuell für 182 Millionen Dollar (rund 160 Millionen Euro) umfassend saniert. Bis 2028 soll an dieser Stelle, so Bürgermeister Jeff Cheney, „eines der schönsten reinen Fußballstadien der Welt“ entstehen. Doch bei den Bauarbeiten lief offensichtlich etwas gewaltig schief.
„Bei den Bauarbeiten ist etwas schiefgelaufen“, bestätigte auch Petra Thorén, die Pressesprecherin der schwedischen Nationalmannschaft. Nationalmannschaftsmanager Stefan Pettersson wurde konkreter: „Sie wollten etwas abreißen, und es sieht so aus, als wäre es in die falsche Richtung gefallen.“
Die Profis seien bei ihrer Ankunft „etwas verdutzt“ gewesen. Ihre Reaktion beschrieb Pettersson so: „Sie sagten: ‚Oh, was zum Teufel ist passiert?‘, als sie das sahen.“
Die beste Nachricht bei all dem Schutt und Durcheinander: Zum Glück wurde bei dem Zwischenfall niemand verletzt. Die Truppe von Graham Potter konnte ihr Training wie vorgesehen abhalten und den Rasen ohne Einschränkungen nutzen. Die Vorbereitung auf das Match gegen Japan läuft also trotz des Schreckens weiter. (red)
