Das Ecuador-Spiel ist bedeutungslos für Deutschland. Und doch ändert Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Mannschaft nur auf zwei Positionen.
„Berechtigste Frage“Nagelsmann erklärt Undav-Entscheidung – DFB-Stürmer reagiert

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Der Bundestrainer kündigt nur zwei Umstellungen in der Startelf an, obwohl der Gruppensieg schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador perfekt ist.

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Das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador (Donnerstag, 22 Uhr, ARD/MagentaTV) ändert für Deutschland nichts daran, als Tabellenerster in die K.-o.-Phase einzuziehen.
Julian Nagelsmann hätte sich deshalb Experimente in seiner Startelf leisten können. Der Bundestrainer hatte bereits einen „Mix“ angekündigt. Doch jetzt ist klar: In der deutschen Startelf soll es nur zwei Wechsel geben!
Deniz Undav auch gegen Ecuador in der Joker-Rolle
Der größte Gewinner der ersten WM-Partien sitzt damit vorerst weiter nur auf der Bank: Deniz Undav. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer vor dem Anpfiff im Finalstadion von East Rutherford bei New York an. Der Stürmer soll damit auch im dritten Spiel erneut als Joker von der Bank kommen.
Nagelsmann erklärte seinen Schritt auf der Pressekonferenz vor dem Spiel so: „Es ist die berechtigste Frage von allen, dass man darüber diskutiert, ob wir wechseln oder nicht. Wir im Trainerteam haben viel überlegt und mit den Spielern gesprochen. Aber in den Wochen vor der WM war die entscheidende Frage, dass die Mannschaft sich einspielen muss, dass sie nur wenige Spiele gemeinsam hat. Wir haben mit Jamal Musiala, Felix Nmecha und Kai Havertz Spieler, die teilweise ein Jahr weg waren, nicht viele Spiele gemacht haben. Wir haben noch ein Spiel, das wir gewinnen wollen und das wir auch dazu nutzen wollen, uns auf die K.-o.-Phase vorzubereiten. Das betrifft Spieler, die beginnen. Das betrifft aber auch Spieler wie Deniz, die eine herausragende Joker-Rolle haben.“
Undav hat nach den Siegen gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) drei Tore und zwei Vorlagen auf seinem WM-Konto und mischt damit in einer Liga mit Lionel Messi, Kylian Mbappé und Erling Haaland mit. Nach seinen Auftritten forderten einige TV-Experten und zahlreiche Fans seinen Platz in der Startelf.
Trotzdem ist die Entscheidung des Bundestrainers offenbar kein Problem für ihn: „Also wenn es nicht fein wäre, dann wäre ich nicht hier“, sagte Undav gelassen neben Nagelsmann sitzend. Für ihn sei es vielmehr „krass, auf der Liste zu sein mit den größten Stars, die wir im Fußball haben“, führte der Stürmer des VfB Stuttgart aus. Den Argentinier Messi beschrieb er als „Lieblingsspieler und den besten Spieler aller Zeiten“.
Gegen Ecuador will der 29-Jährige also wieder in die Rolle des Super-Jokers schlüpfen. „Ich versuche einfach nur, guten Input zu bringen, ob es von Anfang an ist oder von der Bank. Es ist das Wichtigste, dass das Team gewinnt“, sagte Undav.
Die beiden vom Bundestrainer angedeuteten Wechsel sind insofern naheliegend. Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier in Amerika nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
Und fest steht wohl auch, dass David Raum, der seinen Platz an den schnellen Frankfurter Nathaniel Brown verloren hat, zu seinen ersten WM-Minuten kommen wird. Denn Brown wird der Mannschaft aufgrund von Adduktorenproblemen gegen Ecuador sicher fehlen. (mit dpa)
Die voraussichtliche DFB-Startelf gegen Ecuador: Neuer – Kimmich, Rüdiger, Tah, Raum – Nmecha, Pavlovic – L. Sané, Musiala, Wirtz – Havertz

