Am Tag nach der Verletzung ist nun klar: Mainz muss im Bundesliga-Abstiegskampf auf seinen wuchtigen Angreifer Silas verzichten.
Saison-AusSchock bei FC-Konkurrent – Trainer: „Steckst du nicht einfach weg“

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Musste im Achtelfinalhinspiel der Conference League gegen den tschechischen Pokalsieger Sigma Olmütz schwer verletzt abtransportiert werden: Silas Katompa Mvumpa.
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Die Befürchtungen beim FSV Mainz 05 haben sich bestätigt.
Stürmer Silas Katompa Mvumpa wird für den Rest der Saison ausfallen. Das teilte der Verein am Freitag (13. März) mit. Die Diagnose ist bitter: Der Winterneuzugang zog sich im Conference-League-Spiel beim SK Sigma Olmütz einen Bruch des linken Schien- und Wadenbeins zu.
Sportdirektor Niko Bungert: „Das ist sehr bitter“
Damit lebt der Traum vom ersten Europapokal-Viertelfinale der Vereinsgeschichte zwar weiter, doch der Ausfall des Stürmers trübt die Stimmung in Mainz enorm.
„Es sah nicht gut aus. Logisch, das steckst du nicht einfach weg. Man kann ihm nur gute Besserung wünschen“, sagte Trainer Urs Fischer nach dem 0:0 im Achtelfinalhinspiel gegen den tschechischen Pokalsieger. Laut Vereinsangaben soll die Verletzung zeitnah operativ versorgt werden.
Für Silas ist die Saison damit vorzeitig beendet. Bitter für den Spieler und auch für die Mainzer: Der Stürmer hatte sich gut in Mainz eingefügt, stand in der Bundesliga zuletzt acht Spiele am Stück auf dem Rasen und steuerte einen Treffer beim Sieg gegen RB Leipzig bei. Im Abstiegskampf kann Silas nun keine Hilfe mehr darstellen.
Sportdirektor Niko Bungert hatte bereits nach dem Spiel mit dem Schlimmsten gerechnet. „Bei Silas befürchten wir einen Schienbeinbruch“, sagte der Ex-Profi.
Auch die Wiederholung der TV-Bilder hatte diese Befürchtung nach einer zunächst recht unspektakulär wirkenden Szene genährt. „Das ist sehr bitter, weil er ein sehr positiver Typ ist, der aber auch schon viele Verletzungen hatte in der Vergangenheit“, ergänzte Bungert.
Für die Mainzer steht nun das nicht minder wichtige Bundesligaspiel gegen den Keller-Konkurrenten Werder Bremen an – anschließend geht das Team optimistisch ins Rückspiel gegen Olmütz. „Jetzt haben wir dennoch eine machbare Ausgangssituation und haben vor hoffentlich vollem Haus alles in der Hand“, befand Bungert.
„Mit dem Ergebnis kann man leben. Es heißt, du musst im Rückspiel gewinnen“, sagte auch Trainer Fischer, dessen Team sich zuvor schwergetan hatte: „Es bedarf natürlich einer Leistungssteigerung, aber die Jungs haben alles versucht und da gibt’s auch mal Tage, an denen es nicht so läuft.“ (oke/sid)

