„Wenn ihr keine Ahnung habt“Nach Schweinsteiger-Satz: Sarpei teilt gegen TV-Experten aus

Hans Sarpei geht in die Vollen! Der frühere Bundesliga-Profi ist unzufrieden mit den Experten bei der WM 2026.

Jetzt platzt Hans Sarpei der Kragen. Der einstige Profikicker findet deutliche Worte für Aussagen deutscher TV-Experten bei der WM 2026. Was er anprangert: mangelnde Diversität, Ahnungslosigkeit und gekünstelten Witz.

Ihm stößt vor allem die Berichterstattung über afrikanische Mannschaften sauer auf. „Wenn etwa über afrikanische Mannschaften gesprochen wird, sitzen da sechs Experten, aber keiner hat Ahnung vom afrikanischen Fußball“, äußerte Sarpei im Gespräch mit „t-online.de“.

Sarpeis deutliche Botschaft an die Fernseh-Runden

Er nannte zwar keine bestimmten Personen, seine Message war jedoch glasklar. Die Fachleute würden alte Phrasen dreschen, zu hören sei etwa: „Die Afrikaner sind stark und athletisch. Wir wissen, wie die Afrikaner spielen.“

Sarpei betont, wie verschieden die Fußballstile auf dem afrikanischen Kontinent sind. Der Kongo habe einen anderen Stil als Ghana, Ghana wiederum einen anderen als Marokko und Marokko spiele nicht wie die Elfenbeinküste. Sein unmissverständlicher Appell an die Expertenrunden: „Wenn ihr keine Ahnung davon habt, solltet ihr nicht darüber reden.“

Auch wenn Sarpei niemanden konkret ansprach, hatte sich Bastian Schweinsteiger (41) in der ARD zuletzt exakt so geäußert, wie von Sarpei kritisiert.

Beim Vorausblick auf den zweiten deutschen Gruppengegner Elfenbeinküste sagte er im Gespräch mit Moderatorin Esther Sedlaczek (40): „Ein bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal ein bisschen unorthodox, ein bisschen wild ist, vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt.“

Zwar seien für das Turnier zahlreiche Spezialisten engagiert, erklärte Sarpei, „aber sie sind alle nur Experten für Deutschland. Mehr nicht.“ Das Turnier selbst sei vielfältig, die Besetzung der Talkrunden sei es jedoch nicht.

Als gesonderten Experten hatte lediglich das ZDF beim Spiel zwischen Tschechien und Südafrika Trainer Ernst Middendorp (67) eingeladen, der in seiner langen Karriere zahlreiche Vereine im Land betreut hat und inzwischen sogar die südafrikanische Staatsbürgerschaft besitzt.

Selbst das für seinen Humor bekannte Gespann Jürgen Klopp und Thomas Müller bei MagentaTV bekam von Sarpei eine Abreibung. Man konfrontierte ihn mit der Frage, ob das Duo mit der gefeierten US-Viererbande um Kate Scott, Thierry Henry, Jamie Carragher und Micah Richards mithalten könne.

Interview mit Hans Sarpei, der ein Mikrofon in der Hand hält.

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Hans Sarpei ist mit den TV-Experten bei der WM 2026 nicht zufrieden.

Sarpeis Antwort fiel unmissverständlich aus: „Da gibt es ein Problem: Müller und Klopp sind nicht so lustig wie die.“ Für den 49-Jährigen, der einst für Schalke, Leverkusen und Wolfsburg auflief, mangelt es an der passenden „Mischung“ sowie an Echtheit.

Die entspannte Herangehensweise sei zwar in Ordnung, erscheine aber „zu gewollt“. Wahrer Witz könne nicht aufkommen, falls alle Fachleute stets einer Meinung seien. (red)

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