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Rauswurf bei WM 2026Kommentator bemerkt peinlichen Fehler erst viel zu spät

Das Spiel der WM 2026 zwischen Iran und Neuseeland hat einen TV-Kommentator mitten in der Nacht offenbar im Tiefschlaf erwischt. Sein Sender zog umgehend Konsequenzen.

Die WM 2026 ist auch für TV-Kommentatoren eine echte logistische Herausforderung: 48 Teams nehmen an der Endrunde teil, darunter viele unbekannte Außenseiter und WM-Debütanten. Hinzu kommen zahlreiche Spiele, die zumindest in Europa zu extrem undankbaren Anstoßzeiten mitten in der Nacht stattfinden.

Die eine oder andere Wissenslücke lässt sich da bei weniger prominent besetzten Duellen schon mal verzeihen, doch ein Kommentatoren-Debakel hat in der Türkei jetzt zu personellen Konsequenzen beim öffentlich-rechtlichen Sender TRT geführt.

TV-Sender zieht Pannen-Kommentator aus dem Verkehr

Dass die WM-Begegnung zwischen Iran und Neuseeland am Dienstag (16. Juni 2026) um vier Uhr nachts türkischer Zeit angepfiffen wurde, brachte den Kommentator offenbar völlig aus dem Konzept. Er verbrachte die Anfangsphase zumindest gedanklich komplett im Tiefschlaf!

Geschlagene vier Minuten lang verwechselte Murat Ekrem Cimen die in Weiß gekleideten Iraner und die Neuseeländer in den schwarzen Trikots. Er nannte munter die Namen der Spieler, die gerade vermeintlich am Ball waren – wahlweise anhand ihrer Rückennummer oder durch die jeweilige Position auf dem Feld.

Als etwa der Iran seinen Schlussmann Alireza Beiranvand (33) ins Aufbauspiel einband, sprach der Kommentator von Max Crocombe (32), der auf der gegenüberliegenden Seite für die Neuseeländer zwischen den Pfosten stand. Erst als der Iraner Mehdi Taremi (33) in Großaufnahme zu sehen war, bemerkte Cimen die Verwechslung.

Möglicher Grund für den Patzer: Die Auswahl aus Ozeanien trägt – anders als die weltberühmte Rugby-Auswahl – den Spitznamen „All Whites“, spielt vornehmlich in weißen Shirts.

Gegen den ebenfalls traditionell in Weiß gekleideten Iran musste Neuseeland nun allerdings auf die schwarzen Jerseys ausweichen. Die roten Details auf den Iran-Trikots, darunter auch die Rückennummern, hätten einen hellwachen Reporter wohl schon früher stutzig gemacht.

Nach viel Kritik reagierte der Sender wenige Stunden nach dem Spiel, verurteilte die Leistung seines Mitarbeiters mit deutlichen Worten und verkündete, Cimen mit sofortiger Wirkung aus dem Team für die Weltmeisterschaft abgezogen zu haben.

„Dass eine Persönlichkeit mit über 30 Jahren Erfahrung im Bereich der Sportübertragung einen solchen Fehler begeht, ist für TRT inakzeptabel. TRT duldet keinerlei Verstöße gegen die Übertragungsstandards bei nationalen und internationalen Veranstaltungen, die Millionen von Zuschauern erreichen“, hieß es in der Stellungnahme.

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