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Kommentar zum Pokalfinale Lieber Fußball-Gott: Du weißt, was zu tun ist…

Freiburger Jubel nach dem Halbfinalsieg im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV.

Freiburgs Lucas Höler, Ermedin Demirovic, Nico Schlotterbeck und Christian Günter (v.l.) feiern den Finaleinzug am 19. April 2022 nach dem Sieg über den Hamburger SV.

Dieses Pokal-Finale überrascht und ist etwas ganz Neues für Fußball-Deutschland. Kein BVB, kein FC Bayern – diesmal heißt es am 21. Mai 2022 in Berlin: SC Freiburg gegen RB Leipzig.

Nach dem Thriller-Sieg von RB Leipzig gegen Union Berlin am 20. April 2022 ist klar: Die Sachsen treffen im Finale des DFB-Pokals am 21. Mai im Berliner Olympiastadion auf den SC Freiburg. Für wen da die Herzen der Fans schlagen, dürfte ebenfalls feststehen. Warum Fußball-Deutschland nur dem SC Freiburg den Titel gönnen sollte, erklärt unser Autor in einem Kommentar.

Wer darauf vor der Saison gewettet hätte, könnte sich jetzt einen schönen Sommerurlaub finanzieren. Im DFB-Pokalfinale am 21. Mai 2022 heißt es: SC Freiburg gegen RB Leipzig. Ein richtiges Überraschungs-Endspiel und gänzlich neu für alle Fans. Für beide Teams wäre es der erste Titel im Pokal. Und in Deutschland dürfte klar sein, wem man diesen Erfolg eher wünscht.

Natürlich, in Leipzig arbeiten auch Menschen mit Herz für den Erfolg. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (45) hatte Tränen in den Augen nach dem Halbfinal-Thriller gegen Union Berlin (2:1). Er sprach von einer schweren Saison zu Beginn. Viel Druck sei jetzt abgefallen und man wolle die Spielzeit mit dem Pott in Berlin krönen: „Wir fahren dahin, um zu gewinnen!“

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Bei dem Gedanken wird den meisten Fußball-Fans in Deutschland aber übel. Sie nennen sich zwar RasenBallsport Leipzig e.V., bilden Nachwuchs aus, haben ein Frauen-Team. Aber sie bleiben weiterhin ein reines Werbeprodukt. Im März 2021 wurde bekannt, dass der Verein nur 21 Mitglieder hat. Gesellschafter ist zu 99 Prozent der Brausekonzern Red Bull. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung schoss Leipzig von 2009 bis heute in die Spitze des deutschen Fußballs hoch.

Als das Projekt 2009 gestartet wurde, war der SC Freiburg schon 105 Jahre alt, alles gewachsen, natürlich. Mit Arbeit und Emotion, mit Auf- und Abstiegen. Heute hat der Sport Club über 30.000 Mitglieder. Und mit Christian Streich (56) einen Trainer, der schon seit 1995 im Verein arbeitet. Zunächst als Jugendtrainer, seit 2012 als Chefcoach. Als er beim SC Freiburg als Coach begann, war die Red-Bull-Brause erst ein Jahr auf dem deutschen Markt erhältlich.

SC Freiburg und Christian Streich muss man einfach mögen

Es wird also im DFB-Pokalfinale ein Duell der Gegensätze: Tradition gegen Retortenklub. Klar, wem der größte Teil von Fußball-Deutschland da die Daumen drückt.

Freiburg und Streich – diese Kombination muss man einfach sympathisch finden. Seitdem er im Amt ist, hat beispielsweise Halbfinal-Gegner Hamburg SV 15 Trainer verschlissen. Das Freiburger Konzept wird getragen von Ruhe. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung von eigenen Nachwuchsspielern. Christian Günter, Nicolas Höfler oder Jonathan Schmid konnten den Pokal schon in der Freiburger Jugend gewinnen. Jetzt wollen sie das Wunder mit den Profis schaffen.

Der SC Freiburg wird nach dieser einzigartigen Saison (in der Bundesliga ist mit Platz vier die Champions-League-Qualifikation drin) wohl nicht auf Dauer ganz oben mitmischen können. Da wäre der Pokalsieg etwas für die Ewigkeit. Diesen Triumph könnte man dem Klub und Streich niemals nehmen. Die besten Spieler werden garantiert in Zukunft wieder von der Konkurrenz weggekauft. Also, lieber Fußball-Gott: Du weißt, was zu tun ist…

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