6

Neue WM-RegelWarum das DFB-Team keine Gelb-Sperre fürchten muss

Fußball-WM 2026 - Deutschland - Elfenbeinküste

Copyright: Jan Woitas/dpa

Der Bundestrainer muss bei seinen WM-Planungen derzeit nicht auf mögliche Gelb-Sperren achten.

Gute Nachrichten für Julian Nagelsmann: Dank makelloser Disziplin droht keinem DFB-Star eine Gelb-Sperre.

Entwarnung! Julian Nagelsmann kann bei seinen Planspielen für das letzte WM-Gruppenspiel gegen Ecuador völlig unbesorgt sein, was drohende Sperren angeht. Die makellose Disziplin seiner Jungs macht es möglich.

Der Grund für diese komfortable Lage ist simpel: Keiner der 18 Akteure, die er bislang eingesetzt hat, kassierte in den Partien gegen Curaçao (7:1) sowie die Elfenbeinküste (2:1) eine Verwarnung. Das bedeutet: Selbst wenn ein Spieler am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) Gelb sieht, muss er in der anschließenden Zwischenrunde nicht auf der Tribüne sitzen.

Fifa-Regeländerung spielt DFB-Team in die Karten

Für die riesige WM mit den erstmalig 48 teilnehmenden Teams hat die Fifa die Regeln bezüglich Gelb-Sperren neu gefasst. Demnach werden einzelne Verwarnungen nun nach dem dritten Spiel der Gruppenphase und erneut nach dem Viertelfinale aus der persönlichen Akte der Spieler entfernt.

Damit wurde auf die Tatsache reagiert, dass die Mannschaften ein K.o.-Spiel mehr als früher absolvieren müssen. Eine Zwangspause muss ein Spieler erst nach Erhalt der zweiten Gelben Karte einlegen.

Weil bisher kein deutscher Profi verwarnt wurde, ist eine Sperre frühestens im Viertelfinale denkbar. Dies wäre aber nur der Fall, sollte ein Akteur sowohl in der Zwischenrunde als auch im Achtelfinale verwarnt werden. Eine Verwarnung gegen Ecuador würde also umgehend wieder gestrichen werden.

Weil das DFB-Team schon sicher als Gruppensieger weiter ist, überlegt Nagelsmann, seine Startelf umzubauen und Leistungsträgern eine Pause zu gönnen.

Schiedsrichter Piero Maza Gomez

Copyright: Christian Charisius/dpa

Im WM-Test gegen die USA sahen zwei DFB-Spieler eine Gelbe Karte. (Archivbild)

Einziger Wermutstropfen: Schlotterbeck fällt aus

Eine personelle Änderung ist jedoch erzwungen: Ein Einsatz von Nico Schlotterbeck gegen Ecuador ist so gut wie vom Tisch. Der Abwehrspieler aus Dortmund hat sich in der Partie gegen die Elfenbeinküste an den Bändern des linken Fußes verletzt. Obwohl die genaue Diagnose noch aussteht, wird er wohl zunächst nicht zur Verfügung stehen.

Die spannendste Frage ist nun, wer seine Chance erhält. Darf Deniz Undav, der schon dreimal bei dieser WM traf, von Beginn an ran und seine Joker-Rolle ablegen? Im Kader hoffen sechs Feldspieler weiterhin auf ihre ersten Einsatzminuten in Amerika: Malick Thiaw, Angelo Stiller, Pascal Groß, Maximilian Beier, Nick Woltemade und Assan Ouedraogo. (dpa/red)

Deutsche Fans mit WM-Pokal.
Irre Rechenspiele
Deutschlands K.o.-Gegner: Das ist der aktuelle Stand