Harte Worte nach der WM-Pleite: Der Ivorer-Coach wirft dem DFB-Team nach einer umstrittenen Szene mangelndes Fairplay vor.
Zoff nach WM-PleiteIvorer-Coach attackiert DFB-Team

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Bundestrainer Julian Nagelsmann (Deutschland) und Trainer Emerse Faé (Elfenbeinküste) diskutieren nach dem Spiel.
Harte Worte nach dem 1:2 gegen Deutschland! Emerse Faé, Trainer der Elfenbeinküste, erhebt schwere Vorwürfe gegen die deutsche Auswahl. Im Zentrum der Kritik: eine Szene, die für mächtig Ärger sorgte.
„Wir nehmen uns solche Nationen als Beispiel, um uns weiterzuentwickeln, und ich war ein wenig enttäuscht über den Mangel an Fair Play dieser deutschen Mannschaft“, polterte der 42-jährige Coach der Ivorer auf der Pressekonferenz nach dem WM-Spiel in Toronto.
„Soll bescheiden bleiben“: Trainer-Ansage an DFB-Star
Sein konkreter Vorwurf: „Von einer großen Nation wie Deutschland hätte man etwas mehr Fairplay erwarten können, als Singo den Ball wegen einer Verletzung ins Aus spielte.“
Doch was war genau geschehen? In der 80. Minute ging Wilfried Singo von der Elfenbeinküste nach einem Duell mit Kai Havertz zu Boden. Er griff sich an den Oberschenkel, der sichtlich verletzt schien, und spielte den Ball ins Seitenaus.
Obwohl er schon jenseits der Seitenlinie war, ließ er sich wieder zurück aufs Spielfeld fallen. Dadurch erzwang er eine Unterbrechung des Spiels und verhinderte einen schnellen deutschen Einwurf. Eine Aktion, die Bundestrainer Julian Nagelsmann an der Seitenlinie komplett auf die Palme brachte.
Faé war aber besonders wütend darüber, was nach diesem Vorfall passierte. Das DFB-Team spielte den Ball nicht zurück. „Wir hätten uns gewünscht, dass sie uns den Ball zurückspielen“, erklärte er in Richtung der deutschen Mannschaft.
Daraufhin entbrannte ein Wortgefecht zwischen dem Chefcoach der Ivorer und Außenverteidiger Nathaniel Brown. Faé kritisierte den deutschen Nationalspieler scharf: „Ich habe ihm einfach gesagt, er solle bescheiden bleiben. Es stimmt, er hat ein super Spiel gemacht, er ist in einer sehr, sehr starken Nationalmannschaft. Aber ich denke, er muss nicht schlecht über uns reden, nur weil er zurückliegt, oder weil es 1:1 steht und er gerne gewinnen würde.“ (dpa/red)

