Julian Nagelsmann jubelte ausgelassen über den späten Deutschland-Sieg gegen die Elfenbeinküste bei der WM 2026. Doch es regt sich weiter Kritik am Bundestrainer.
Kritik trotz Deutschland-SiegHelmes knöpft sich Nagelsmann vor: „Zeit für Ausreden ist vorbei“

Das 7:1 gegen Curacao zum Auftakt war in erster Linie erfüllte Pflicht, der späte 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste war für Deutschland am Samstag (20. Juni 2026) dann der ganz wichtige Brustlöser bei der WM 2026! Mit dem hart erkämpften Erfolg und dem vorzeitigen Gruppensieg darf die DFB-Auswahl erst einmal durchatmen.
Julian Nagelsmann (38) war die Erleichterung über den Sieg gegen die starken Ivorer rund um den Schlusspfiff deutlich anzumerken. In der Nachspielzeit sehnte er das Ende des Spiels herbei, jubelte anschließend ausgelassen. Dennoch regt sich bei heimischen Experten weiterhin Kritik am Bundestrainer.
Patrick Helmes nimmt Nagelsmann in die Pflicht
Ex-Nationalspieler Patrick Helmes (42) etwa ist noch längst nicht mit jeder Entscheidung einverstanden. Gegenüber RTL/ntv äußerte er sich über mehrere Problemzonen bei der Nationalmannschaft, wurde aber besonders beim großen Luxus-Problem deutlich: Super-Joker Deniz Undav (29) muss nach Meinung des früheren Torjägers ab sofort unbedingt von Beginn an spielen.
„Ich weiß nicht, welche Argumente Deniz Undav noch sammeln muss, um endlich die Berechtigung zu bekommen, von Beginn an starten zu dürfen“, sagte Helmes und ließ schon hier durchblicken, dass er das bisherige Nagelsmann-Votum gegen den Stuttgarter überhaupt nicht nachvollziehen konnte.
„Er ist seit Wochen in Topform. Auch beim letzten Freundschaftsspiel gegen Finnland, überall war er da. Es ist die Zeit gekommen, wo die Ausreden jetzt wirklich vorbei sind“, adressierte Helmes einen klaren Appell an den Bundestrainer: „Deniz Undav muss in die erste Elf.“
Trotz der überragenden Saison des besten deutschen Bundesliga-Scorers hatte sich Nagelsmann bei Undav lange geziert, ihn sogar nach guter Leistung beim März-Länderspiel gegen Ghana im TV-Interview kritisiert. Für diesen Umgang entschuldigte er sich nachträglich bei seinem Spieler.
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Mit dem offensiven Personal in der deutschen Startelf gegen die Elfenbeinküste war Helmes nicht sonderlich zufrieden. „Gestern hast du gesehen, was es heißt, wenn du gegen körperliche Präsenz antrittst. Havertz, Wirtz, Musiala, Sané – alle konnten sich nicht durchsetzen, haben sich den Schneid abkaufen lassen“, kritisierte er das Offensiv-Quartett.
Im intensiven Spiel gegen die Ivorer war die deutsche Offensive lange unter ihren Möglichkeiten geblieben, erst die Einwechslungen von Undav sowie Nadiem Amiri (29) und Jamie Leweling (25) brachte den dringend nötigen frischen Wind beim Zwischenstand von 0:1.
