NationalelfFlick verzichtet auf Thomas Müller: „Möchte Jüngeren Chance geben“

Deutschlands Thomas Müller, Jonas Hofmann und Torhüter Manuel Neuer reagieren nach dem Spiel.

Thomas Müller (l.), hier mit Manuel Neuer am 27. November 2022 nach dem WM-Gruppenspiel gegen Spanien, wird vorerst kein Teil der deutschen Nationalmannschaft sein.

Thomas Müller wurde 2019 von Ex-DFB-Coach Joachim Löw ausgebootet. Vier Jahre später setzt auch Bundestrainer Hansi Flick nicht mehr auf den Bayern-Star – vorerst.

Stolze 121 Länderspiele bestritt Thomas Müller (33) für Deutschland, wurde 2014 in Brasilien Weltmeister. Im März 2019 wurde er dann von Ex-Bundestrainer Joachim Löw (63) ausgebootet. Fast auf den Tag genau vier Jahre später gibt es ein Déjà-vu für den Profi des FC Bayer München.

Denn wie Löw-Nachfolger Hansi Flick (58) in einem am frühen Sonntagabend (12. März 2023) erschienenen „Kicker“-Interview verriet, will der Bundestrainer vorerst auf Müllers Dienste in der deutschen Nationalmannschaft verzichten.

Hansi Flick: „Thomas Müller wird nicht mit dabei sein“

„Thomas Müller wird bei den nächsten beiden Maßnahmen nicht dabei sein. Das ist mit ihm besprochen, ich möchte jüngeren Spielern bei der Nationalmannschaft eine Chance geben. Das bedeutet aber nicht, dass er für die EM kein Thema ist“, erklärte Flick, der mehr auf die neue Generation um Jamal Musiala (20) und Florian Wirtz (19) setzen will.

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Zudem habe man die WM 2022 in Katar, bei der Deutschland erneut in der Gruppenphase ausschied, gründlich analysiert und sei dabei hart mit sich ins Gericht gegangen.

Laut Flick sei man zu dem Schluss gekommen, dass dazu neben sportlichen Gründen – unter anderem Probleme in Defensive und Offensive – auch die Diskussion um die „One Love“-Binde beigetragen habe. Eine Ausrede sei das aber nicht.

Hansi Flick richtet Blick auf Heim-EM 2024

„Wir sind, wenn man alles zusammenrechnet, verdient ausgeschieden. Und dafür gibt es sportliche Gründe. Dennoch gilt: Die Spieler, für die eine Teilnahme an einer WM das größte ist, sind bei dieser Thematik zumindest teilweise von außen getrieben worden“, führte Flick aus.Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Gerade im Hinblick auf die Heim-EM 2024 werde man schauen müssen, inwieweit der DFB solche Themen auflassen kommen lässt. Flick selber wollte das Binden-Thema bereits vor der WM-Reise beendet haben: „Ich habe klar gesagt: Wenn wir in den Oman fliegen, steht der Fußball im Mittelpunkt. Was danach passiert ist, war einfach zu viel.“

Bei der Heim-EM in etwas mehr als einem Jahr wolle Flick mit seiner Mannschaft dann guten und leidenschaftlichen Fußball zeigen: „Wenn der Fan merkt, dass wir für Deutschland alles geben und mit Herz spielen, kann die Stimmung schnell wieder umschwingen.“ (tsc)