Neuer Zoff-Bericht zum DFBNagelsmann plante überraschende Offensiv-Nominierung

Die WM-Pleite hat ein Nachspiel: Insider berichten von einem Team voller Einzelgänger, frustrierten Spielern und einem Coach, der die Kontrolle verlor.

Das deutsche WM-Fiasko ist bei vielen Fußball-Fans inzwischen verdaut, jetzt überwiegt die Neugier auf den Neustart, der aller Voraussicht nach unter der Leitung von Hoffnungsträger Jürgen Klopp stattfinden wird.

Ein „Spiegel“-Artikel vom Mittwoch (15. Juli 2026) wirft nun aber noch einmal den Blick zurück und legt die Zustände innerhalb der Mannschaft offen. Angeblich gab es verschiedene Brandherde, da der Fokus vieler Akteure nur auf sich selbst gelegen haben soll.

Nagelsmann dachte offenbar über Änderung im Sturm nach

Eine Quelle aus dem Team-Umfeld findet klare Worte: „Man merkt, dass aus manchen Talenten Ich-AGs mit tausend Ablenkungen von außen gemacht werden. Da gerät das Spiel an sich aus dem Fokus.“ Ein weiterer Informant ergänzte: „Es gab zu viele Ego-Shooter.“

Speziell Nagelsmann wird sein Streben nach Eintracht als Schwäche ausgelegt. Er soll gezögert haben, Spielern Absagen zu erteilen, habe Akteure vertröstet, nicht beachtet oder ihnen Zusagen gemacht, die er nicht einhalten konnte. Führungsspieler monierten angeblich, dass sie von sich aus den Kontakt zum Coach suchen mussten, um überhaupt Auskünfte zu erhalten.

Die Besetzung im Angriff bot reichlich Zündstoff. Die öffentliche Rüge von Nagelsmann für Deniz Undav (29) in den Monaten vor der WM war ein großes Thema. Dass der Stürmer trotz seiner Tore in den ersten drei WM-Partien nicht zur Startelf gehörte, gehörte zu den ständigen Diskussionsthemen.

Um ein Haar hätte es zudem Nick Woltemade (24) nicht in den Kader geschafft. Seine Nominierung war aufgrund dürftiger Auftritte für Newcastle (lediglich ein Treffer in der zweiten Saisonhälfte 2025/2026) höchst fraglich.

An seiner Stelle stand Nicolò Tresoldi (21) kurz vor dem überraschenden Sprung ins Aufgebot, obwohl er zuvor niemals zur A-Auswahl eingeladen worden war. Doch Nagelsmann entschied sich letztlich in mehreren Fällen für bewährte Kräfte, so auch beim Zweikampf um einen Kaderplatz zwischen Routinier Leroy Sané (30) und Youngster Said El Mala (19).

Torjubel beim DFB von Nicolò Tresoldi und Said El Mala.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Nicolò Tresoldi stürmt bislang noch gemeinsam mit Said El Mala für die deutsche U21-Auswahl.

Der Deutsch-Italiener überzeugte in der abgelaufenen Spielzeit mit 23 Toren in 58 Pflichteinsätzen für den FC Brügge und glänzte zudem in der U21-Auswahl mit sechs Toren in sieben Spielen.

Nachdem Nagelsmann seinen Posten geräumt hat, steht Jürgen Klopp (59) als Nachfolger bereit, um die DFB-Elf zu übernehmen. Doch angesichts der zahlreichen Problemfelder wird diese Mission selbst für einen erfahrenen Erfolgstrainer zu einer echten Herkulesaufgabe. (red)

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