Manfred Manglitz ist tot. Der gebürtige Kölner und frühere FC-Torwart starb im Alter von 86 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit.
Mit Köln zweimal im PokalfinaleFrüherer FC-Torwart Manfred Manglitz († 86) tot

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Torwart Manfred Manglitz (neben Wolfgang Overath), von 1969 bis 1971 für den 1. FC Köln aktiv, ist gestorben.
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Der 1. FC Köln trauert um Manfred Manglitz. Der frühere Torhüter der Geißböcke starb am Montag im Alter von 86 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Das berichtet der MSV Duisburg, für den Manglitz ebenfalls das Tor hütete.
Manglitz wurde am 8. März 1940 in Köln geboren, und spielte von 1961 bis 1963 für Bayer 04 Leverkusen, mit denen er 1962 in die Fußball-Oberliga West aufstieg. Von 1963 bis 1971 war er als Torwart in der Bundesliga aktiv. Zunächst für den Meidericher SV, nach dessen Umbenennung 1967 für den MSV Duisburg.
Spitzname wegen großer Klappe
Für die Zebras absolvierte er 192 Spiele und wurde 1964 mit dem Meidericher SV deutscher Vizemeister. In Duisburg erhielt er auch in Anlehnung an den legendären Boxer Cassius Clay (später Muhammad Ali) und dessen großes Mundwerk den Spitznamen Cassius.
Sein ehemaliger Teamkollege Michael Bella schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Mit tiefer Trauer habe ich gerade erfahren, dass Mannschaftskamerad und Freund Manfred Manglitz gestern von uns gegangen ist. Auch wenn Besuche (...) wegen seiner Auswanderung nach Spanien leider selten waren, so haben wir doch noch Kontakt gehalten und regelmäßig telefoniert. Mach‘s gut, Langer.“
Von 1969 bis 1971 hütete Manglitz das Tor des 1. FC Köln. 1970 und 1971 erreichte Manglitz mit dem FC jeweils das Finale im DFB-Pokal, verlor aber beide Endspiele. 1970 unterlag der FC im Finale in Hannover Kickers Offenbach 1:2. Ein Jahr später waren Manglitz und die Kölner noch näher dran, mussten sich dem FC Bayern in Stuttgart 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben.
Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte der gebürtige Kölner zwischen 1965 und 1970 vier Länderspiele. 1970 stand er im deutschen WM-Kader bei der Weltmeisterschaft in Mexiko und wurde mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Dritter.
Manglitz war zu seiner Kölner Zeit in den Bundesliga-Skandal 1970/71 verwickelt und wurde, weil er Offenbachs damaligen Präsidenten Horst-Gregorio Canellas ein eindeutiges Bestechungsangebot unterbreitet hatte, zweimal lebenslang gesperrt, nach zwei Jahren aber wieder begnadigt. Nach seiner Begnadigung kickte Manglitz noch für den 1. FC Mülheim in der 2. Bundesliga (5 Spiele) und den SC West Köln in seiner Heimatstadt.
Mitte der Siebziger Jahre zog Manglitz nach Spanien und eröffnete zwischen Benidorm und Alicante ein Restaurant. (can)
