Vor dem WM-Auftakt der deutschen Nationalspieler wird die Rolle von Jamal Musiala heiß diskutiert. Dabei sind sich die TV-Experten nicht wirklich ganz einig.
Nach Klopp-AussageMatthäus holt zum Gegenschlag aus: „Kommt nicht gut an“

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Thomas Müller und Jürgen Klopp (r.) bei der TV-Übertragung von MagentaTV.
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Sollte Jamal Musiala in der Startelf von Bundestrainer Julian Nagelsmann stehen? Mitten während der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada ist eine Debatte um den DFB-Star entfacht worden. Mittendrin in diesem Disput: Jürgen Klopp, Thomas Müller und Lothar Matthäus.
Ausgangspunkt war eine Diskussion bei MagentaTV am Donnerstag (11. Juni 2026). Klopp und Müller äußerten sich dort zur Funktion von Jamal Musiala in der DFB-Auswahl. Ihre Anregung: Der momentan überzeugende Deniz Undav sollte statt des „Zauberfußes“ in der Anfangsformation stehen.
Matthäus widerspricht Klopp bei Musiala-Debatte
Für den Rekordnationalspieler Matthäus geht das gar nicht. „Ich habe mich sehr gewundert“, teilte er der „Bild“-Zeitung mit und stellte klar: „Ich akzeptiere ihre Meinung, möchte es aber nicht so stehen lassen.“
Matthäus mahnt zu mehr Fingerspitzengefühl, insbesondere von einem so versierten Coach wie Klopp. Ein deutscher Erfolg bei der Weltmeisterschaft hänge von der „Qualität eines Musialas“ ab, die sei unersetzlich.
„Darum muss man ihm nun Vertrauen und die Spielzeit geben“, findet Matthäus. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte Musiala kürzlich in die Anfangsformation, indes Undav als Einwechselspieler fungierte.
Besonders die öffentliche Einflussnahme auf die Tätigkeit eines Trainer-Kollegen störe Matthäus. Derartige Bemerkungen würden Nagelsmann „die Arbeit nicht gerade leichter“ machen. Und dann legt er nach: „Ich möchte mal sehen, was Kloppo gesagt hätte, wenn ein Experte ihm vor einem wichtigen Champions-League-Spiel geraten hätten, einen seiner Stammspieler auf die Bank zu setzen.“ Seine unmissverständliche Meinung: „Gerade unter Trainerkollegen kommt so eine Einmischung nicht gut an.“
Der Ursprung des Ganzen? Thomas Müller hatte Undav als eine „exzellente Option“ bezeichnet und ihm einen besonderen „Riecher“ zugeschrieben. Klopp stimmte zu: „Wir haben Undav ins Spiel gebracht, denn er kann auf der Zehn spielen.“ Musiala wurde von beiden eher als Joker gesehen.
Nach Ansicht von Matthäus findet die komplette Diskussion zum völlig falschen Moment statt. „Wir alle wissen, dass Musiala aktuell noch nicht in seiner Topform ist. Statt aber um seine Person Unruhe zu machen, sollte man ihn nun unterstützen“, regte er sich auf. Dass Müller sich über einen seiner früheren Mannschaftskameraden äußert, empfindet er außerdem als „etwas gewöhnungsbedürftig“. (red)
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