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Pleite gegen SpanienKramer watscht Frankreich-Stars ab: „Keinen Bock zu trainieren“

Frankreich ist im WM-Halbfinale gegen Spanien ausgeschieden. Nach der Partie watschte ZDF-Experte Christoph Kramer Frankreichs Superstars ab.

Der erste Finalist der WM 2026 steht fest: Spanien hat Frankreich mit einer furiosen Leistung mit 2:0 besiegt. Einer der drei ZDF-Experten hatte das vorher auch so getippt – und die französischen Stars nach der Partie abgewatscht.

Im ZDF saßen am Dienstagabend (14. Juli) Per Mertesacker (41), Christian Streich (61) und Christoph Kramer (35) als Experten auf der Couch im WM-Studio.

Christoph Kramer: „Am Trainer liegt es nicht“

Letztgenannter war der einzige, der vor der Partie auf einen Sieg der Spanier getippt hatte. Nach dem Abpfiff wurde er von Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein (60) auf seinen guten Riecher angesprochen.

„Ja, was heißt, ich hab es geahnt? Also, es wurde ein anderes Spiel, das war im Vorhinein klar. Ich habe jetzt nicht gedacht, dass Frankreich mit null Torschüssen aus der ganzen Nummer rausgeht. Frankreich kannst du gar nichts absprechen. Die wollten alle. Die sind gelaufen. Ich glaube, auch von den Laufwerten hatten sie gute individuelle Leistungen. Der große Unterschied ist, dass sie es nicht zusammen machen, weil du diese – nicht böse gemeint – ,Rasselbande‘ irgendwie trainieren musst“, begann Kramer seine Analyse.

Kramer, der vor der Partie mit einer Klau-Beichte vom WM-Sieg 2014 überraschte, nannte dann Namen: „Wenn du mit Dembélé, mit Mbappé, mit Olise so viele internationale Top-Weltklasse-Leute hast, dann ist die größte Aufgabe als Trainer wahrscheinlich, die bei Laune zu halten. Und du siehst heute bei Frankreich im Anlaufverhalten, dass Spanien gegen sie ewig spielen kann.“

Und woran lag das? „Nicht, weil sie nicht wollen, aber weil sie einfach keinen Bock haben zu trainieren und du es deswegen nicht einstudieren kannst“, watschte Kramer die Weltklasse-Truppe von Les Bleus knallhart ab.

Für Kramer lag der Spanien-Sieg nicht unbedingt daran, dass Frankreich schlecht war, sondern daran, dass La Furia Roja – im Gegensatz zu den bisherigen Gegnern Frankreichs – viel Ballbesitz hatte.

Müller-Hohenstein hakte nach und wollte wissen, ob es an Trainer Didier Deschamps (57) lag. Das verneinte Kramer vehement: „Am Trainer nicht! Ich war nie Trainer. Auf dem Niveau ist es ein bisschen untrainierbar.“

Experten-Kollege Streich pflichtete dem Ex-Profi bei: „Der Chris hat es genau richtig gesagt. Diese Superstars zu trainieren, ist schwer für Deschamps. Und Luis de la Fuente kommt mit Spielern, die schon zehn Jahre... die er hatte in der Jugend, die sich alle kennen. Und das sind keine Superstars gewesen. Die waren als U19-Spieler, als U21-Spieler bei ihm. Und dann haben die eine Demut vor dem Trainer, eine Dankbarkeit, weil er sie gefördert hat. Und dann ist das eine andere Geschichte.“

Torjubel von Pedro Porro und Lamine Yamal.
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