Einer der bittersten Momente in der Karriere seines ehemaligen Mitspielers Breel Embolo bei der WM 2026 hat auch Weltmeister Christoph Kramer im Herzen wehgetan.
Frühere Kollege betroffenKramer berichtet: WM-Moment hat ihm „das Herz gebrochen“

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Christoph Kramer erlebte zuletzt auch als TV-Zuschauer einen bitteren WM-Abend.
Für Breel Embolo endete das WM-Viertelfinale gegen Argentinien auf besonders bittere Weise. Nach einer Schwalbe sah der Schweizer Stürmer die Gelb-Rote Karte und trug damit entscheidend zum Ausscheiden seines Teams bei.
Diese Szene bewegte nicht nur die Schweizer Fans, sondern auch seinen ehemaligen Mitspieler bei Borussia Mönchengladbach, Christoph Kramer.
Kramer verrät: „Breel weint nicht häufig“
Im Podcast „CopaTS“ sprach Kramer über Embolo, mit dem er mehrere Jahre in Gladbach zusammengespielt hatte. Er bezeichnete ihn als „unfassbar geilen Typ und Spieler“, erklärte aber auch, dass Embolo Ermahnungen von Schiedsrichtern oft nicht richtig zuhöre.
Besonders getroffen habe ihn jedoch die Reaktion seines früheren Teamkollegen nach dem Platzverweis. „Breel weint nicht häufig. Das hat mir ein bisschen das Herz gebrochen“, sagte er.
Der entscheidende Moment ereignete sich in der 72. Minute. Schiedsrichter Joao Pinheiro zeigte dem Argentinier Leandro Paredes zunächst die Gelbe Karte, nachdem Embolo nach einem vermeintlichen Zweikampf zu Boden gegangen war.
Kurz darauf griff jedoch der Videoassistent ein und nach Ansicht der Bilder entschied der Schiedsrichter, dass kein Foul vorlag, sondern Embolo eine Schwalbe begangen hatte.
Diese Entscheidung hatte schwerwiegende Folgen. Da Embolo bereits kurz vor der Halbzeit verwarnt worden war, erhielt er automatisch die Gelb-Rote Karte und musste den Platz verlassen.
Fassungslos blickte Embolo den Schiedsrichter an, bevor er schließlich unter Tränen vom Feld ging. Dass der Video-Schiedsrichter in solchen Situationen eingreifen darf, ist erst seit dieser Weltmeisterschaft durch eine neue Regel möglich.
Kramer konnte sich die Aktion seines ehemaligen Mitspielers erklären. Seiner Meinung nach hätte Embolo die Situation selbst entschärfen können und sofort klarstellen müssen, dass kein Foul vorlag, anstatt abzuwarten, bis Paredes die Gelbe Karte erhielt. Als Beispiel nannte Schlitzohr Kramer: Embolo hätte sagen können, er habe lediglich einen Krampf verspürt.
Die Gelb-Rote Karte hatte erheblichen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf. Die Schweiz musste die restliche Partie in Unterzahl bestreiten und verlor mit 1:3 nach Verlängerung.
Argentinien war bereits in der 10. Minute durch Alexis Mac Allister in Führung gegangen. Zwar gelang Dan Ndoye in der 67. Minute der Ausgleich, doch in der Verlängerung setzte sich der Titelverteidiger durch. Julián Álvarez erzielte in der 110. Minute das 2:1, bevor Lautaro Martínez in der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+1) den Endstand herstellte.
Auch Mats Hummels äußerte sich nach dem Spiel kritisch zu Embolos Aktion. In einem Interview mit MagentaTV erklärte der ehemalige Nationalspieler, dass die Schwalbe letztlich das Spiel entschieden habe.
Besonders unverständlich sei für ihn gewesen, dass Embolo dieses Risiko eingegangen sei, obwohl er bereits mit Gelb verwarnt worden war. Trotzdem zeigte Hummels auch Verständnis für die emotionale Situation des Schweizers. Er vermutete, dass eine spontane Übersprungshandlung dazu geführt habe, dass sich Embolo für die Schwalbe entschied.
