Aufgrund starker Schmerzen ging Kilian Kerner in den vergangenen Monaten durch „die Hölle“. Im ZDF-Magazin „Volle Kanne“ sprach der aus „Germany's Next Topmodel“ bekannte Modedesigner nun offen über sein Leiden.
GNTM-Star schildert MartyriumKilian Kerner: „Ich hatte Todesangst über Monate“

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Modedesigner Kilian Kerner sprach bei „Volle Kanne“ über die schweren Monate, die hinter ihm liegen. (Bild: ZDF)
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Kilian Kerner hat ein schweres Jahr hinter sich. Im ZDF-Magazin „Volle Kanne“ sprach der Modedesigner nun über seine monatelangen gesundheitlichen Beschwerden, die „sehr harmlos“ angefangen hätten: „Ich bin an einem Samstagmorgen aufgestanden und hatte einfach Rückenschmerzen.“
Nachdem sich die Symptome nach einigen Wochen zunächst gebessert hatten, habe er eines Abends einen heftigen Schmerz gespürt. „Ich habe wirklich gedacht, mich erschießt gerade jemand“, schildert der „Germany's Next Topmodel“-Star. „Und dann hat wirklich die Hölle angefangen - weil ich dumm war.“ Er habe sich nicht behandeln lassen, sondern aufgrund der bevorstehenden Fashion Week einfach weitergearbeitet, „weil ich wahrscheinlich schon vermutet habe, dass man mich sofort operieren würde“.
„Ich habe mit dem Kilian vor sieben Monaten nicht mehr viel zu tun“
In der Unterkunft, in der Kerner und sein Team die Show vorbereiteten, habe er „jeden Morgen das ganze Hotelzimmer zusammengeschrien vor Schmerzen“. Weiter erzählt er: „Ich habe dann 18 Tabletten am Tag genommen. Ich habe auch gar nichts mehr wirklich gefühlt, ich war wie so ein Roboter.“
Am Showtag selbst sei ihm von einem Arzt eine hohe Dosis Oxycodon - ein starkes Opioid mit hohem Suchtpotenzial - verschrieben worden. „Es war überhaupt nicht cool“, mahnt der 47-Jährige, „aber wenn man nach drei Monaten das erste Mal keine Schmerzen mehr hat, findet man das cool.“
Dafür, dass er sich den gesamten Tag über „normal“ bewegen konnte, habe er am nächsten Morgen „die Quittung bekommen: Dann bin ich aufgewacht und es war mein ganzes Bein taub und mein Fuß. Ich konnte weder aufstehen noch sonst irgendwas machen.“
Kurze Zeit später sei er operiert worden. „Am Ende war es ein großer Bandscheibenvorfall, der dann geflickt wurde“, erklärt Kerner. Während des Eingriffs sei es zu Problemen mit seiner Atmung gekommen - „trotz Atemmaschine“, wie der Modeschöpfer berichtet. „Ich hatte Todesangst über Monate“, erinnert er sich. Dies sei den Ärztinnen und Ärzten zufolge den Atembeschwerden während der Operation geschuldet gewesen. „Dass ich immer dachte, ich könnte morgen tot sein - dadurch kann ich nichts mehr nicht ausgesprochen lassen.“
Heute gehe es Kilian Kerner wieder gut, sagt er. „Könnte man einen Knopf drücken und alles wäre nicht passiert, würde ich es machen“, offenbart er.
„Aber es wäre schade, weil ich mich als Mensch komplett verändert habe. Ich habe mit dem Kilian vor sieben Monaten nicht mehr viel zu tun.“ Er habe „wirklich alles umgestellt“, betont er: „Mein Kopf denkt anders. Ich denke anders über Menschen, über Liebe, über das Leben.“ (tsch)
