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Ben Affleck ohne Gedächtnis auf der FluchtDie TV-Tipps für Fußball-Muffel

Irgendetwas ist beim letzten Job schiefgelaufen. Michael Jennings (Ben Affleck) ist auf der Flucht ... (Bild: Kabel Eins/TM & COPYRIGHT © 2023 BY DREAMWORKS LLC AND PARAMOUNT PICTURES CORPORATION. )

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Irgendetwas ist beim letzten Job schiefgelaufen. Michael Jennings (Ben Affleck) ist auf der Flucht ... (Bild: Kabel Eins/TM & COPYRIGHT © 2023 BY DREAMWORKS LLC AND PARAMOUNT PICTURES CORPORATION. )

Keine Lust auf Fußball am Abend? Wir empfehlen hier wieder drei lohnende Alternativprogramme für WM-Muffel. Diesmal mit Ben Affleck, der mit Uma Thurman gegen einen Supercomputer kämpft, und mit Aljoscha Stadelmann, der zum sechsten Mal im Harz ermittelt.

Die WM 2026 aus den USA, Mexiko und Kanada biegt allmählich auf die Zielgerade ein. Im ersten Halbfinale treffen am Dienstag, 14. Juli, Frankreich und Spanien aufeinander. Anpfiff ist um 21 Uhr. Das ZDF berichtet bereits ab 20.15 Uhr. Wem das schnuppe ist, der findet an diesem Abend durchaus spannende Alternativen - auch im linearen TV. Wir stellen drei Filme vor.

„Paycheck - Die Abrechnung“ (Kabel Eins, 20.15 Uhr)

Die Geschichte von „Paycheck - Die Abrechnung“ basiert auf einer Vorlage des Kultautors Philip K. Dick und hat es entsprechend in sich: Im Mittelpunkt von John Woos Thriller, den Kabel Eins um 20.15 Uhr wiederholt, steht der hochqualifizierte Ingenieur Jennings (Ben Affleck), der für Großunternehmen Spezialaufträge erledigt und dabei nicht selten das Rad neu erfindet. Rühmen kann er sich seiner Entwicklungen jedoch nicht: Zum einen ist alles streng geheim, zum anderen wird nach getaner Arbeit sein Kurzzeitgedächtnis gelöscht, um sicherzustellen, dass er seine Werke im Anschluss nicht an die Konkurrenz weitergeben kann.

Dorfpolizist Koops (Aljoscha Stadelmann) bekommt es mit einer skrupellosen Rockerbande und gleich mehreren gefährlichen Frauen zu tun.
 (Bild: ARD Degeto/Kai Schulz)

Copyright: ARD Degeto/Kai Schulz

Dorfpolizist Koops (Aljoscha Stadelmann) bekommt es mit einer skrupellosen Rockerbande und gleich mehreren gefährlichen Frauen zu tun. (Bild: ARD Degeto/Kai Schulz)

Drei Jahre dauerte Jennings' aktueller Auftrag, an dessen Ende er 92 Millionen Dollar hätte kassieren sollen. Doch es gäbe keinen Film, wenn nicht irgendetwas schieflaufen würde. So muss Jennings feststellen, dass er die Rechte an seinen millionenschweren Wertpapieren noch vor der Gedächtnislöschung abgetreten hat - unglaublich für den geldgierigen Yuppie. Doch mit der Zeit stellt sich heraus: Man will ihn umbringen, und bei jedem Mordversuch hilft ihm ein Accessoire aus einem geheimnisvollen Briefumschlag, den er sich angeblich selbst zugesandt haben soll.

Mit dem Willen eines scheinbar Betrogenen und der Kraft zweier Herzen - die Liebe zu seiner Freundin (Uma Thurman) währt offenbar auch ohne Erinnerung fort - wird zurückgeschlagen, um die Erfindung des Gedächtnislosen zu zerstören, die nun die Welt bedroht: ein Supercomputer, der die Zukunft vorhersagen kann.

„Harter Brocken: Der Waffendeal“ (ARD, 20.15 Uhr)

Seit 2015 mischt die ARD-Reihe „Harzer Brocken“ im Segment „humorige Krimis“ mit - und hat sich seitdem eine Menge guter Kritiken verdient. Neun Filme gibt es mittlerweile, zwei weitere sollen abgedreht sein. Mit „Harter Brocken: Der Waffendeal“ wiederholt das Erste nun den sechsten Film der losen Erzählung vom Mai 2021 um 20.15 Uhr. Den nicht mehr ganz jungen Dorfpolizisten Frank Koops (Aljoscha Stadelmann) könnte man leicht unterschätzen. Er kommt aus dem kleinen St. Andreasberg im Oberharz (1.900 Einwohner) und hat es irgendwie nie aus dem Heimatdorf heraus geschafft.

Nachdem seine Schwester Karla nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung im Wald zurückgelassen wurde und starb, bekommt der Polizist Tom Petersen (Johannnes Zirner) bei den Ermittlungen Unterstützung von Helen Dorn (Anna Loos). (Bild: ZDF / Martin Valentin Menke)

Copyright: ZDF / Martin Valentin Menke

Nachdem seine Schwester Karla nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung im Wald zurückgelassen wurde und starb, bekommt der Polizist Tom Petersen (Johannnes Zirner) bei den Ermittlungen Unterstützung von Helen Dorn (Anna Loos). (Bild: ZDF / Martin Valentin Menke)

Seine Dienststelle, die er als einziger Polizist unterhält, ist wegen ihrer Winzigkeit stets von der Schließung bedroht - wäre da nicht diese skurrile Dichte an Kapitalverbrechen im Ort, die der Mittelgebirgs-Provinz seit Jahren Leichen „schenkt“. In dieser Episode bekommt es Koops mit Rockerboss Andy Blome (Nicki von Tempelhoff) zu tun, der ebenfalls in seinen Heimatort zurückgekehrt ist, um mit seiner Bande einen Laster voller Waffen an einen ausländischen Gangsterboss zu verkaufen. Weil der Deal von einem Maulwurf in den eigenen Leder-Reihen bedroht ist, will Andy einen Verdächtigen aus seiner Gruppe frühmorgens im Wald über die Klinge springen lassen. Die Aktion verläuft anders als geplant, und während der Rockerboss seinen Mitarbeiter durch den düster-herbstlichen Harz jagt, begegnet er ausgerechnet Jugend-Kumpan und Polizist Frank Koops ...

Ganz nach alter „Fargo“-Manier - eine wohl wichtige Inspirationsquelle für die Harz-Fälle der ARD - treffen in diesem Krimi scheinbar naive Landeier auf verschlagene Bösewichte aus der „großen Welt“ - was die List und den Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaft auf die Probe stellt.

„Helen Dorn - Nach dem Sturm“ (ZDFneo, 20.15 Uhr)

Der Polizist Tom Petersen (Johannes Zirner) wird geradezu zum Amokläufer, nachdem bei einem feuchtfröhlichen Dorffest seine Schwester nach einer versuchten Vergewaltigung ermordet wurde. Immerhin versuchte sie, den Täter in letzter Sekunde noch zu fotografieren. In dieser Situation muss Helen Dorn (Anna Loos) vom Düsseldorfer LKA Petersen vor voreiliger Rache bewahren. Allzu klar scheint der Kreis der Verdächtigen auf dem Dorf im Bergischen Land umrissen. Doch dann wird im elften „Helen Dorn“-Krimi „Nach dem Sturm“ ein Hochverdächtiger mangels Beweisen freigesprochen. ZDFneo wiederholt den Film aus dem Jahr 2019 um 20.15 Uhr.

Regisseur Sebastian Ko liebt es krass in diesem Film. Nicht so sehr, weil die Ermittlerin folgenübergreifend um ihren im Koma liegenden Vater bangen muss, sondern weil ausgerechnet der ihr zur Seite gestellte Schutzpolizist Petersen in rasende Wut verfällt und Rache an alten Bekannten aus dem Heimatdorf zu nehmen droht.

Da reicht die Mitteilung des Sportplatz-Wirts aus, seine Schwester habe sich zu vielen Drinks einladen lassen und dann diesen oder jenen Gönner enttäuscht. Und dann findet Spurensicherer Weyer (Tristan Seith) bei der Toten Ölspuren, die auf den Fahrradhändler Christian Jännicke (David Korbmann) als Täter schließen lassen. Als dann auch noch eine Zeugin auf dem Dorfrevier erscheint, die Jännicke ganz klar identifizieren zu können glaubt, scheint der Fall gelöst. Doch es kommt anders ...

Diese „Helen Dorn“-Folge zielt weniger auf die Entdeckung eines Täters als auf innere Befindlichkeiten. Anna Loos wirkt als Kommissarin noch ein wenig verhärmter als sonst, und das, obwohl sie sich in den Polizisten Petersen Hals über Kopf verliebt. Ein an sich eher dünner Plot wird durch das intensive Spiel der Darsteller aufgewertet. Alle reden sotto voce, leise und mit halber Stimme, was beim sonst üblichen Krimigeplapper wohltuend ist.

„Helen Dorn - Nach dem Sturm“ war der elfte von bislang 25 ausgestrahlten Filmen der Krimireihe, die seit dem 13. Film nicht mehr in Düsseldorf, sondern in Hamburg spielt. Zwei weitere Filme sind bereits abgedreht. (tsch)

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