Vor Traum-Kulisse mit Fan-Prominenz Fortuna Köln rettet Punkt im irren Aufstiegs-Gipfel

Fortuna Köln jubelt am Ende doch noch über einen Punkt im Regionalliga-Gipfel gegen Rot-Weiss Essen.

Fortuna Köln jubelt am Ende doch noch über einen Punkt im Regionalliga-Gipfel am Mittwoch (16. März 2022) gegen Rot-Weiss Essen.

Versöhnliches Ende eines großen Fußballabends für Fortuna Köln. Im Topspiel der Regionalliga West gab es ein 3:3 gegen Rot-Weiss Essen. Im Aufstiegsrennen wurde die Vorentscheidung damit vertagt.

Erstklassige Unterhaltung beim Viertliga-Gipfel im Kölner Südstadion. Im wilden Aufstiegs-Duell der Regionalliga West hat Fortuna Köln durch ein 3:3 gegen Rot-Weiss Essen am Mittwoch (16. März 2022) zwar drei Big-Points verpasst, den entscheidenden Rückschlag im Kampf um die Drittliga-Rückkehr aber abgewendet.

Dabei hatte sich Fortuna der perfekte Rahmen für den Coup im Aufstiegs-Rennen geboten: Riesiger Fan-Andrang auf beiden Seiten, mit Kölns Fußall-Ikone Dirk Lottner (50), seinem langjährigen FC-Kollegen Alex Bade (51) und Haie-Geschäftsführer Philipp Walter (48) hatte sich außerdem viel lokale Sport-Prominenz auf den Rängen versammelt. Auch Hans Sarpei (45) war für einen TV-Dreh vor Ort.

Weil es sich vor den Stadion-Toren extrem staute, wurde der Anpfiff kurzerhand um eine Viertelstunde verschoben. Satte 6117 Zuschauer waren letztlich dabei – eine starke Kulisse, die selbst zu Drittliga-Zeiten in 95 Heimspielen nur dreimal übertroffen wurde.

Rot-Weiss Essen dominiert Regionalliga-Gipfel bei Fortuna Köln

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Doch weder die lange Wartezeit, noch der fehlende Rhythmus nach zuletzt drei abgesagten Spielen wegen des Corona-Ausbruchs in der Mannschaft brachten RWE aus der Ruhe. In der deutlich überlegen geführten ersten Halbzeit wollten die Gäste früh den Grundstein für den Sieg legen, obwohl Fortuna Köln das frühe Gegentor durch Torjäger Simon Engelmann (13.) zunächst noch konterte.

Der Ausgleich durch Sascha Marquet nach einem Foulelfmeter an Topscorer Suheyel Najar (25.) war gleichermaßen schmeichelhaft wie kurzweilig: Nur drei Minuten nach dem 1:1 machte sich Torschütze Engelmann als Vorbereiter verdient, seinen Steckpass verwandelte Isaiah Young routiniert zur erneuten Gästeführung.

Sascha Marquet verwandelt einen Elfmeter für Fortuna Köln gegen Rot-Weiss Essen

Sascha Marquet verwandelte im Regionalliga-Topspiel gegen Rot-Weiss Essen souverän vom Punkt für Fortuna Köln.

Dass das 2:1 auch zur Pause Bestand hatte, war für Fortuna sogar noch die bessere Nachricht als für Essen. Bei konsequenter Chancenverwertung hätte der neue Tabellenführer die Partie auch schon nach 45 Minuten abhaken können.

Fortuna Köln gegen Rot-Weiss Essen nach der Pause verbessert

Die Halbzeit-Ansprache von Alexander Ende (42) dürfte entsprechend lautstark ausgefallen sein – und zeigte Wirkung. Jetzt bot seine Mannschaft RWE die Stirn, kam auch aus dem Spiel heraus hin und wieder zum Abschluss. Ein Sturmlauf, wie ihn die Gäste vor der Pause hingelegt hatten, blieb allerdings aus.

Weil Essen sich immer weiter zurückzog, Fortuna im letzten Drittel aber die Ideen fehlten, plätscherte das vor der Pause noch so furiose Spiel immer weiter vor sich hin. Eine Viertelstunde vor Schluss riss mit Najar dann Fortunas feiner Fuß die Zuschauer noch einmal von den Sitzen und leitete eine spektakuläre Schlussphase ein: Einen Traum-Freistoß zauberte er zum 2:2 ins Netz.

Dramatisches Finale zwischen Fortuna Köln und Rot-Weiss Essen

Doch schon wieder ließ Essen unbeeindruckt die Muskeln spielen, legte diesmal sieben Minuten später durch Marius Kleinsorge nach: 3:2! Der endgültige Fortuna-K.o.? Mitnichten! Jetzt zeigten die Kölner eine Blitz-Reaktion, nutzen durch Dominik Lanius praktisch ihre dritte gute Torchance des Spiels für den dritten Treffer (84.).

Dominik Lanius bejubelt sein Ausgleichstor im Regionalliga-Top-Spiel für Fortuna Köln gegen Rot-Weiss Essen.

Dominik Lanius bejubelt sein Ausgleichstor im Regionalliga-Top-Spiel für Fortuna Köln gegen Rot-Weiss Essen.

Alexander Ende fasste das Spiel nach Schlusspfiff treffend zusammen: „Eine wilde Fahrt. Für einen Trainer einen Tick zu wild. Wir sind nach den letzten Spielen nicht mit der breiten Brust aufgetreten, haben zu viele einfache Fehler gemacht. Wir haben gesehen, warum Essen Top-Favorit in der Liga ist. Aber am Ende steht ein 3:3, weil wir Herz haben. Das macht mich stolz. Ein Punkt der Moral für uns. Erst, wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist, geben wir auf.“

Im Aufstiegsrennen bleibt das letzte Wort damit noch nicht gesprochen. RWE verpasste durch das Remis Platz eins, hat allerdings noch zwei Spiele weniger absolviert als Tabellenführer Preußen Münster. Fortuna liegt mit einem Spiel weniger als Münster fünf Punkte hinter Rang eins. Weiter geht es schon am Samstag mit dem nächsten Heimspiel gegen die U23 von Schalke 04. RWE empfängt zeitgleich Abstiegskandidat KFC Uerdingen.

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