Brisanter Bericht trübt EuphorieSchwere Vorwürfe belasten WM-Kapitän von Kap Verde

Ein Fußball-Held unter schrecklichem Verdacht. Eine Frau erhebt schwere Anschuldigungen, die ihn belasten. Die Details sind erschütternd: Was passierte in dieser Nacht?

Ein dunkler Verdacht überschattet die Euphorie um Außenseiter Kap Verde bei der WM 2026. Gegen Kapitän Ryan Mendes (36) ermittelt die Polizei in Neuseeland. Der Vorwurf wiegt schwer: Vergewaltigung.

Eine Brasilianerin beschuldigt ihn, sie im März in einer Unterkunft in Auckland sexuell genötigt zu haben, als die Mannschaft dort für Testspiele für die Weltmeisterschaft residierte.

Ermittlungen um Vorfall mit Ryan Mendes laufen

Das mutmaßliche Opfer besitzt eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis für Neuseeland und wurde vom dortigen Fußballverband als Übersetzerin und Team-Betreuerin für die Abordnung aus Kap Verde angeheuert. Seit dem 10. April wird in dieser Angelegenheit offiziell ermittelt. Das berichtet das brasilianische Medien-Imperium „Globo“.

Ihrer polizeilichen Aussage zufolge erhielt die Frau nach der Partie gegen Chile eine Einladung zu einer Besprechung in einem Raum, der für die Mannschaft reserviert war. Sie nahm an, man bräuchte sie dort in ihrer Funktion als Übersetzerin.

Dort stellte sie aber fest, dass es eine private Zusammenkunft war, und ging, weil sie sich nicht gut fühlte, zurück auf ihr Zimmer. Wenig später, so schildert sie es, habe jemand an ihre Tür geklopft. Da sie eine dienstliche Angelegenheit vermutete, öffnete sie.

In diesem Augenblick sei Ryan Mendes in den Raum gestürmt. Laut ihrer Schilderung habe er sie tätlich attackiert, gewürgt, mit Fäusten traktiert und gebissen, als sie Gegenwehr leistete. Anschließend soll es zur Vergewaltigung gekommen sein.

Bei einem Spiel von Kap Verde hadert Ryan Mendes.

Copyright: IMAGO/Anadolu Agency

Ryan Mendes führte die Kapverden in allen drei WM-Spielen auf den Platz.

Die Frau machte noch in der Unterkunft Fotos von sichtbaren Blessuren: Risswunden am Mund sowie Hämatome am Hals, am Bein und seitlich am Körper. Ein ärztliches Attest einer Fachklinik, die sich um Opfer sexueller Übergriffe kümmert, untermauert die gravierenden Anschuldigungen.

Der Befund führt „multiple Ekchymosen (oder blaue Flecken) an den Brüsten, am Hals und an den Lippen“ sowie druckempfindliche Bereiche an Kopfhaut und Gesäß an. Im Genitalbereich wurden laut Bericht „zwei kreisförmige, bei Berührung schmerzhafte Läsionen an der Basis der kleinen Schamlippen“ diagnostiziert.

Polizei in Neuseeland bestätigt Ermittlungen

In einer Mitteilung heißt es: „Die Polizei von Neuseeland bestätigt, dass eine Anzeige untersucht wird, die am 10. April 2026 in der Region Zentral-Auckland registriert wurde.“ Angeblich haben die Beamten schon Aufnahmen der Überwachungskameras aus dem Hotel ausgewertet. 

Berichten zufolge kontaktierten die Frau und ihr Mann schon am 10. Mai sowohl den Verband von Kap Verde als auch die Fifa. Ihr Ziel: eine WM-Sperre für den Spieler zu erreichen – doch eine Reaktion blieb aus. Die Fifa gab später bekannt, mit den Behörden in Neuseeland in Verbindung zu stehen.

Vom kapverdischen Fußballverband gibt es bislang keine Stellungnahme zu den Anschuldigungen. Mendes, der beim türkischen Klub Igdir FK unter Vertrag steht, lief bei der Weltmeisterschaft in allen drei Vorrundenpartien für seine Nation auf.

Im Falle einer Verurteilung in Neuseeland könnte ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren bevorstehen. Die rechtliche Aufarbeitung des Falls dürfte sich allerdings schwierig gestalten.

Es existiert kein Auslieferungsabkommen zwischen Kap Verde und Neuseeland. Falls eine Anklage erfolgt, während der Beschuldigte sich nicht im Land aufhält, könnte das die Strafverfolgung erheblich behindern. (red)

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