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Infantinos irrer WM-PlanGreenpeace kritisiert klimaschädliche Flugpläne des FIFA-Boss

Gianni Infantino

Copyright: Tom Weller/dpa

Gianni Infantino will möglichst viele WM-Spiele sehen. (Archivbild)

Gianni Infantinos WM-Plan sorgt für Empörung: Per Privatjet zu zwei Spielen am Tag? Greenpeace schlägt Alarm.

Massiver Gegenwind für Gianni Infantino (56): Die Organisation Greenpeace attackiert den FIFA-Präsidenten scharf für sein Vorhaben, bei der WM 2026 täglich zwei Partien anzusehen. „Dass Funktionäre täglich in extrem klimaschädlichen Privatjets fliegen, vermittelt nicht gerade den Eindruck, dass die FIFA die Ursachen des Klimawandels oder ihre eigene Verantwortung, Teil der Lösung zu sein, erkannt hat“, erklärte John Hocevar von Greenpeace USA gegenüber „The Athletic“.

Wie „The Athletic“ und die britische Zeitung „The Guardian“ unter Berufung auf Kreise innerhalb der FIFA melden, soll für diesen Mammut-Plan ein Privatjet von Sponsor Qatar Airways zum Einsatz kommen. Bei dem Turnier, das in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, müssen dafür gewaltige Strecken bewältigt werden.

WM in Katar war ein Klacks dagegen

Ein Blick zurück zeigt den gewaltigen Unterschied: Bei der Weltmeisterschaft in Katar, die vier Jahre zurückliegt, war Infantino bei allen 64 Partien vor Ort. Das war auch kein Kunststück, denn die weiteste Strecke zwischen zwei Arenen lag bei gerade mal 75 Kilometern. Nun aber erstreckt sich das Turnier mit 104 Begegnungen über 16 Stadien in drei Ländern – mit Distanzen von bis zu 4.500 Kilometern.

Diese gigantischen Ausmaße rufen Experten auf den Plan. Das New Weather Institute hat die bevorstehende WM deshalb schon als „die Veranstaltung mit der höchsten Umweltbelastung jemals“ gebrandmarkt. Die Prognose der Organisation: Das Turnier wird circa 9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent freisetzen. Allein der Flugverkehr soll für schockierende 7,7 Millionen Tonnen dieser Emissionen verantwortlich sein. Das ist mehr als das Vierfache des Durchschnitts der Turniere von 2010 bis 2022.

FIFA wehrt sich: Reisen auch per Linienflug

Der Fußball-Weltverband konterte die Anschuldigungen in einer Mitteilung an „The Athletic“. „Wie wir stets betont haben, hat die FIFA Regeln aufgestellt, die den Rahmen für Flüge und Reisen aller FIFA-Funktionäre festlegen.“ Der Präsident des Verbandes reise „regelmäßig gemeinsam mit den zuständigen Funktionären zu geschäftlichen und turnierbezogenen Anlässen und ist bestrebt, die FIFA-Mitgliedsverbände zu besuchen, wann immer es ihm möglich ist“. Laut FIFA würden die Reisen aber nicht nur per Charterflug stattfinden, sondern auch mit regulären Linienflügen, „je nachdem, welche Option unter den jeweiligen Umständen effizienter und kostengünstiger ist. Die FIFA kommt für die Reisekosten auf“, teilte der Verband mit. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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