Wegen des Unentschiedens gegen Griechenland ist TV-Experte Rafael van der Vaart stinksauer. Der Coach der Elftal bittet seine Mannschaft sogar um Verzeihung.
„Ruft die Polizei“TV-Experte van der Vaart wütet nach Oranje-Remis

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Rafael van der Vaart war nach dem 2:2 der Niederlande in Griechenland überhaupt nicht zufrieden.
Griechenland, das schon die DFB-Elf ärgerte, machte auch dem niederländischen Nationalteam im Wettbewerb der Nations League das Leben schwer.
In Thessaloniki lieferte die „Oranje“-Auswahl vor allem im ersten Durchgang eine ganz schwache Leistung ab. Ein spätes Tor von Tijjani Reijnders sicherte der Mannschaft mit einem 2:2-Endstand gerade noch einen Punkt.
Trainer Xavi nimmt alle Schuld auf sich
Dementsprechend scharf waren die Kommentare zu Hause. Bei NOS wetterte TV-Fachmann Rafael van der Vaart: „Sie laufen verwirrt umher“. Er legte mit einer krassen Aussage nach: „Wenn man so durch Amsterdam läuft, rufen sie die Polizei und sagen: ‚Hier laufen verwirrte Menschen auf den Straßen herum.‘“
Der frühere Profi Wim Kieft äußerte sich ebenfalls kritisch, nannte die Startelf eine „sehr merkwürdige Aufstellung“ und monierte, dass der Ball bei eigenem Besitz „sofort wieder“ weg war. Das berichtet „Sport1“.
Der öffentliche Druck war so groß, dass Coach Xavi sich nach seiner dritten Partie als Verantwortlicher zu einer Geste gezwungen sah. Schon zur Pause habe er seinem Team mitgeteilt: „Sorry, es war mein Fehler.“ Seine Profis seien „ein bisschen traurig“ gewesen, deswegen musste die Einstellung dringend geändert werden.
Der erste Spielabschnitt war „wirklich schlecht“, erklärte der Trainer. „Es war wichtig, von Beginn an Chancen zu kreieren, aber wir haben nichts auf die Reihe bekommen.“ Er räumte zudem ein: „Es fehlte an Intensität und Ehrgeiz. Das war mein Fehler. Vielleicht war die Aufstellung nicht gut.“
Obwohl Kapitän Virgil van Dijk eine Aussage zur Aufstellung vermied, war sein Fazit genauso hart. „Es ist ganz klar, dass die beiden Halbzeiten unterschiedlich verliefen. In der ersten Halbzeit wurden wir übertrumpft. Das war inakzeptabel“, sagte der Abwehrchef. Man sei vor allem in den Zweikämpfen unterlegen gewesen, was schlicht „nicht passieren“ dürfe.
Diese Beschreibungen erinnern stark an die Erfahrungen der deutschen Anhänger, da Griechenland auf eine vergleichbare Weise wie bei seinem 2:0-Erfolg über die DFB-Auswahl agierte. „Sie haben nicht wirklich Druck gemacht und standen tief“, so die Analyse von van Dijk.
Er bemängelte die mangelnde Geschwindigkeit und die häufigen Ballverluste beim Spiel nach vorne. „Man verliert fast jeden Zweikampf“, lautete seine Schlussfolgerung. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klopp trifft zum Ende des Länderspiel-Blocks auswärts auf Griechenland und strebt dort eine Revanche für die Niederlage zu Hause an. (red)

