„Seltsames Gefühl“ Nach Hannover-Zoff: Zieler und 96-Boss Kind führen offenes Gespräch

Ron-Robert Zieler gibt auf dem Platz lautstarke Anweisungen.

Ron-Robert Zieler, hier am 31. Juli im Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Hansa Rostock, hat sich mit Vereinsboss Martin Kind versöhnt.

Ron-Robert Zieler ist nach seinem Beinahe-Aus endgültig wieder bei Hannover 96 angekommen. Der Weltmeister ist wieder Stammkeeper beim Zweitligisten und hat inzwischen sogar Vereinsboss Martin Kind auf seiner Seite.

Hannover. Die Achterbahnfahrt bei Hannover 96 nimmt für Torhüter Ron-Robert Zieler (32) doch noch ein versöhnliches Ende. Erst abgeschoben, dann abgeschrieben, hat sich der Weltmeister von 2014 jetzt ein weiteres Mal bei den Niedersachsen durchgebissen und ist aktuell die klare Nummer eins.

Auch die letzten Zweifel an seiner Rolle bei den Roten sind inzwischen ausgeräumt: In einem offenen Gespräch klärten Zieler und Vereinsboss Martin Kind (77) ihre Differenzen, die einen erneuten Anlauf in Hannover lange Zeit erschwert hatten.

Ron-Robert Zieler räumt Differenzen mit Martin Kind bei Hannover 96 aus

„Es gab ein Gespräch, ja. Herr Kind ist auf mich zugekommen. Wir haben uns ausgesprochen, und damit ist das Thema für mich abgehakt“, sagte Zieler am Mittwoch (18. August) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

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Martin Kind steht mit Mund-Nasenschutz bei Hannover 96 auf der Tribüne.

Martin Kind, hier im Juni 2020 beim Zweitligaspiel von Hannover 96 gegen den VfL Bochum, hat sich mit Torwart Ron-Robert Zieler ausgesprochen.

Nachdem Zieler in der vergangenen Saison an den 1. FC Köln verliehen worden war, hatte Kind bereits mit dem Keeper abgeschlossen und im September 2020 bitter erklärt: „Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen damals.“

Der 96-Boss war sicher, dass Köln am Saisonende die Kaufoption für den Top-Verdiener ziehen würde – und irrte sich.

Ron-Robert Zieler freut sich über neue Rückendeckung bei Hannover 96

So stand der gebürtige Kölner erneut in Hannover auf der Matte und damit auch auf der Gehaltsliste. Doch starke Eindrücke in der Vorbereitung sicherten ihm den Platz zwischen den Pfosten. Inzwischen auch mit dem Rückhalt des Präsidenten.

„Ich muss gestehen, es war ein seltsames Gefühl. Ich wusste auch nach der Vorgeschichte nicht genau, wie man hier plant“, blickte Zieler noch einmal zurück: „Das war keine schöne Zeit. Die Monate und Wochen waren nicht schön für mich und meine Familie.“

Inzwischen ist das aber vergessen. „Es gab jetzt ein gutes Gespräch. Die Inhalte sind vertraulich. Ich bin sehr gerne in Hannover und ziehe extrem gerne das Trikot von 96 an“, versicherte der Schlussmann, der bislang in 256 Spielen für den Zweitligisten auflief. (bc)

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