Die Nachfolge von Manuel Neuer im Nationalteam ist offen. Ein Europameister von 1996 hat einen Favoriten – und äußert Bedenken bei einem Hoffnungsträger.
„Wird sicher nicht reichen“Harte Urbig-Prognose vor erstem Klopp-Kader

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Thomas Helmer hat sich zur Torwartfrage beim DFB-Team geäußert.
Wer wird die neue Nummer eins im deutschen Kasten, nachdem Manuel Neuer seinen Platz geräumt hat? Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp ist diese Frage noch offen.
Nun schaltet sich mit Thomas Helmer eine Fußball-Ikone ein. Der Europameister von 1996 hat einen etwas überraschenden Favoriten: Alexander Nübel.
Helmer glaubt nicht an Urbig als Nummer eins
„Wenn man das im Moment sieht: Nübel, der in Istanbul sensationell spielt und einfach Spielpraxis hat, ist sicherlich ein Kandidat“, begründete er in der Sendung „45 – Die Fußball-Halbzeit“ bei „Sport1“ seine Wahl.
Der frühere Keeper vom FC Bayern und dem VfB Stuttgart zeigt sich seit seinem Transfer zu Besiktas in bestechender Verfassung. Nübel blieb in sechs von neun Partien ohne Gegentor.
Viele Experten sehen trotzdem Jonas Urbig als künftigen Nationaltorwart, der beim FC Bayern den internen Konkurrenzkampf gegen den ehemaligen Leihtorwart Nübel gewonnen hat.
Doch Helmer ist skeptisch. Das Problem: Bei Bayern München ist Urbig bislang nur Ersatzmann für Neuer, der seinen Stammplatz mindestens bis zum Ende der Spielzeit sicher hat. Vereinzelte Bewährungschancen wie im DFB-Pokal gegen den VfL Osnabrück (Mittwoch, 20.45 Uhr) sind für Helmer nicht genug.
Seine Bedenken machte er ganz deutlich: „Da ist die Frage, wie viel Spielzeit er wirklich bekommt unter Vincent Kompany. Jetzt mal nur ein Pokalspiel gegen Osnabrück – und das meine ich gar nicht despektierlich – wird sicher nicht reichen.“
Helmers Schlussfolgerung ist ein eindeutiges Votum für kontinuierliche Spielpraxis auf Top-Niveau. Sein Standpunkt: „Auf der Torwartposition brauchst du jemanden, der permanent spielt.“
Die Entscheidung naht. Am 17. September wird Bundestrainer Jürgen Klopp sein erstes Aufgebot für die kommenden vier Begegnungen in der Nations League nominieren. Spätestens dann wird klar, wem er zwischen den Pfosten vertraut. (red)
