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DFB-ÜberraschungKeine Option für Klopp: Nationalspieler tritt zurück

Nathaniel Brown, Felix Nmecha, Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Manuel Neuer und Joshua Kimmich bei der Hymne.

Copyright: IMAGO/NurPhoto

Antonio Rüdiger (3. v. r.) beendet seine Karriere in der Nationalmannschaft.

Antonio Rüdiger kehrt der deutschen Nationalmannschaft den Rücken. Für ihn zählt jetzt nur noch sein Klub in Spanien.

Jetzt ist es offiziell: Antonio Rüdiger zieht einen Schlussstrich. Der Verteidiger von Real Madrid wird das Trikot mit dem Adler nicht mehr tragen.

Seine volle Kraft soll künftig nur noch seinem Verein gehören, ein bedeutender Abschnitt seiner Laufbahn geht damit zu Ende. Der Gedanke an diesen Abschied kam ihm schon nach der vergangenen Weltmeisterschaft. Doch eine solche Entscheidung wollte gut überlegt sein und Rüdiger machte es sich alles andere als einfach. Das berichtet „Marca“.

Rüdiger macht Weg frei für die jungen Wilden

„Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird“, schrieb Rüdiger auf seinem Instagram-Account.

Mehr als zehn Jahre lang war er ein Gesicht des DFB-Teams und eine wichtige Stimme in der Umkleide. Nun betrachtet er diese Zeit als abgeschlossen. Der Triumph beim Confed-Cup 2017 bleibt sein größter Titelgewinn mit dem Nationalteam.

Ein zentrales Motiv für seinen Entschluss ist der Gedanke an die Zukunft. Rüdiger findet, es sei an der Zeit für frisches Blut und dass die DFB-Elf sich um aufstrebende Spieler neu formieren sollte. Sein Rückzug gibt Jürgen Klopp die Chance, ein komplett neues Team mit anderen Anführern aufzubauen und die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.

Ab sofort fokussiert sich Rüdiger also komplett auf Real Madrid. Der 33-jährige Abwehrmann möchte auf seinen Körper achten und seine Karriere auf höchstem Level so lange wie möglich ausdehnen. Die krasse Zusatzbelastung durch die Länderspiele ist damit Geschichte. Was zählt, ist die tägliche Arbeit bei den Madrilenen – das hat für ihn absoluten Vorrang.

Ein weiterer Punkt: Rüdiger ist Feuer und Flamme für Coach José Mourinho und die Aufgabe, die der Portugiese ihm bei Real Madrid anvertraut hat. Als zentraler Verteidiger spürt er das Vertrauen, liebt den Druck und die siegeshungrige Mentalität des neuen Übungsleiters.

Er teilt dessen Fußballphilosophie zu hundert Prozent und ist sich sicher: Mit diesem neuen Anlauf kann der Verein um jede Trophäe mitspielen. (red)

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