Freibier-Party in Leipzig Trotz 0:4-Pleite: Augsburg feierte schon vor dem Anpfiff

Leipzigs Spieler Christopher Nkunku steht mit einem Leibchen über dem Kopf an der Bande.

Leipzigs Top-Scorer Christopher Nkunku glänzte auch im Spiel gegen den FC Augsburg am 8. Mai 2022.

RB Leipzig hat den Abwärtstrend gestoppt. Nach drei Pflichtspielniederlagen hintereinander gewann der Vizemeister das letzte Heimspiel der Saison gegen Augsburg.

Ein Bundesliga-Spiel endet mit einem klaren 4:0-Sieg, und trotzdem feiern nach dem Abpfiff beide Mannschaften. Wie geht denn das?

Angeführt von Zauberfuß Christopher Nkunku hat RB Leipzig das Fernduell gegen Pokalfinalist SC Freiburg um die Königsklasse souverän gewonnen. Die zuletzt schwächelnden Sachsen siegten am Sonntagabend (8. Mai 2022) gegen den FC Augsburg mit 4:0, kletterten in der Bundesliga auf Rang vier und haben die Qualifikation für die Champions League vor dem Saison-Finale bei Arminia Bielefeld wieder selbst in der Hand. Ein Punkt reicht RB auf der Alm.

Aber auch die Gäste konnten zufrieden sein – trotz der hohen Niederlage. Unmittelbar vor dem Anpfiff erfuhren die Augsburger vom 2:2 des VfB Stuttgart beim FC Bayern. Damit waren sie schon vor der Partie vor dem Abstieg gerettet.

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Augsburgs Trainer Markus Weinzierl (r) bedankt sich bei Torwart Rafal Gikiewicz.

Auch der FC Augsburg konnte am Sonntag (8. Mai 2022) in Leipzig feiern. Trainer Markus Weinzierl klatscht Torwart Rafal Gikiewicz ab.

„Wir haben richtig schlecht gespielt und auf den Sack bekommen“, sagte Augsburgs Niklas Dorsch bei DAZN: „Es war eine Art Vorführung für uns hier. Am Ende war es peinlich.“ Trotz der Rettung war auch Florian Niederlechner kritisch: „Es war einfach keine gute Leistung von uns“.

RB Leipzig: Christopher Nkunku stellt Rekord von Timo Werner ein

Der einmal mehr überragende Nkunku (48. Minute/57.) war mit seinen Bundesliga-Treffern 19 und 20 der Erfolgsgarant. Insgesamt waren es schon seine Saisontore 33 und 34. Damit hat er den Vereins-Rekord von Timo Werner eingestellt.

Vor 37.029 Zuschauern in der Red Bull-Arena hatte André Silva (40.) RB in Führung gebracht. Emil Forsberg (64.) sorgte per Foulelfmeter für den Endstand. Drei Tage nach dem verspielten Europa-League-Finale mit dem 1:3 bei den Glasgow Rangers und den zuvor zwei Liga-Niederlagen gegen den 1. FC Union Berlin (1:2) und bei Borussia Mönchengladbach (1:3) rappelten sich die Leipziger rechtzeitig wieder auf und setzten vor dem DFB-Pokalfinale gegen den SC Freiburg am 21. Mai in Berlin ein Ausrufezeichen.

RB Leipzig will nun den Pokal gegen den SC Freiburg

Nachdem seine Mannschaft eindrucksvoll Wiedergutmachung für die Europa-League-Schmach betrieben hatte, versprach Peter Gulacsi den glückseligen Fans spontan Freibier für den Abend. „Wir haben noch zwei wichtige Spiele. Da zählen wir auf eure Unterstützung“, sagte der Kapitän in Richtung der jubelnden Anhänger: „Wir wollen nächste Woche die Champions League klarmachen, und dann haben wir ein großes Highlight in Berlin, wo wir den Pott nach Leipzig holen wollen.“

„Die zweite Halbzeit war ein Feuerwerk, wir haben richtig geilen Fußball gespielt“, sagte Forsberg bei DAZN und blickte voller Vorfreude auf die kommenden beiden Spiele: „Das sind große Spiele, für sowas spielt man Fußball. Es geht um die Champions League, es geht um den Pokal – wer kann das nicht lieben.“ (msw/dpa/sid)

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