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Vor Hannover, Schalke und Co.In dieser Tabelle grüßt Fortuna von der Spitze

Sven Mislintat springt vor Freude in die Luft.

Copyright: Daniel Löb/dpa

Bei Fortuna Düsseldorf macht Sportboss Sven Mislintat wegen der jüngsten Ergebnisse Freudensprünge.

Fortuna Düsseldorf hat sich in den vergangenen Wochen aus dem Keller der 2. Bundesliga gekämpft. In der Mislintat-Tabelle grüßen die Rot-Weißen sogar von der Spitze.

Die Tabelle lügt nicht! Dieses Credo muss man zumindest in dieser Saison in der 2. Bundesliga hinterfragen. Sowohl an der Tabellenspitze, als auch im Kampf gegen den Abstieg ist es unfassbar eng.

Für die Fans von Fortuna Düsseldorf war der Blick aufs Tableau bislang frustrierend. Seit Sportboss Sven Mislintat (53) in der Verantwortung steht, sind die Rot-Weißen jedoch geklettert.

Fortuna Düsseldorf mit beachtlichem Punkteschnitt unter Sven Mislintat

Um genau zu sein, ist die Fortuna unter dem Manager sogar Erster! In der imaginären Mislintat-Tabelle grüßen die Rot-Weißen mit 17 Punkten von der Tabellenspitze. Seitdem der Sportboss das Heft des Handelns in der Hand hat, holte die Mannschaft von Trainer Markus Anfang (51) insgesamt fünf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Kein Team fuhr in dieser Zeit mehr Punkte ein.

Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, in welch prekärer Lage sich der Klub vor Weihnachten noch befand. Nach der 0:1-Pleite am 14. Dezember in Elversberg standen die Flingeraner auf einem direkten Abstiegsplatz – nicht wenige machten sich große Sorgen um den Verein.

Doch nach dem Sieg am Wochenende in Nürnberg befindet sich die Fortuna wieder in ruhigeren Fahrwassern. Zwischenzeitlich stand die Elf von Markus Anfang sogar auf einem einstelligen Tabellenplatz, doch der Sieg der Bochumer am Samstagabend gegen den FCK verdrängte Düsseldorf wieder auf Rang 10.

Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat der Sportvorstand. Im Winter verpflichtete das „Diamantenauge“ mit Satoshi Tanaka (23) die dringend benötigte Verstärkung fürs defensive Mittelfeld. Seitdem ist der Japaner aus der Startaufstellung nicht mehr wegzudenken.

Ohne viel Anlaufzeit hat sich der Sechser sofort ins Team integriert und liefert Woche für Woche ab. Auch in der zweiten großen Verpflichtung von Stürmer Marin Ljubicic (24) steckt noch viel Hoffnung. Der Kroate – den man per Leihe von Union Berlin verpflichten konnte – ist kürzlich nach einer Verletzung zur Mannschaft gestoßen und soll in den letzten neun Spielen der Saison noch einmal für frischen Wind sorgen.

Auf den Sportboss wartet viel Arbeit in Düsseldorf

Neben den Veränderungen in der Mannschaft war jedoch auch das Vertrauen in den Trainer entscheidend. Statt in Aktionismus zu verfallen und Markus Anfang schon nach wenigen Wochen wieder zu entlassen, hielt Mislintat am Coach fest.

Der zahlte das Vertrauen in den vergangenen Partien mit Leistung zurück. Die Dreierkette mit zwei angeschlossenen Schienenspielern klappte zuletzt immer besser. Gerade einmal vier Gegentore kassierte die Fortuna in den letzten fünf Duellen.

Kein Wunder also, dass man in der Mislintat-Tabelle vor Teams wie Hannover, Darmstadt, Elversberg oder Paderborn steht. Die wichtigste Arbeit fängt für den 53-Jährigen jedoch jetzt erst an.

Gemeinsam mit seinem Team muss er nach neuen Spielern für Fortuna Düsseldorf schauen. Nach der enttäuschenden Hinrunde könnte es im Sommer den nächsten Umbruch bei den Rot-Weißen geben. Offiziell wird man bei den Zielen für die kommende Saison kleinere Brötchen backen. Klar ist jedoch: Mislintat will die Fortuna weiterentwickeln. Auf und neben dem Platz.

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