Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat das immens wichtige Kellerduell gegen Dynamo Dresden gewonnen. Nach der Partie zeigte sich Ex-Stürmer Vincent Vermeij über die Art und Weise gefrustet.
Nach Duell im AbstiegskampfEx-Fortune gefrustet: „Waren die klar bessere Mannschaft“

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Gegen seine ehemaligen Mitspieler Tim Oberdorf (l.) und Elias Egouli (r.) konnte sich Dresden-Stürmer Vincent Vermeij nicht entscheidend durchsetzen.

In vielen Statistiken war Dynamo Dresden beim Duell am Freitagabend (24. April) gegen die Fortuna die bessere Mannschaft. Die Sachsen hatten beispielsweise mehr erwartete Tore, mehr Ballbesitz und deutlich mehr Schüsse als Düsseldorf.
Am Ende gingen jedoch die Rot-Weißen mit dem 3:1-Erfolg dank einer höheren Effizienz und dem nötigen Spielglück als strahlender Sieger vom Platz.
Vincent Vermeij: „Will auch kein schlechter Verlierer sein“
Ein ehemaliger Fortune zeigte sich deswegen nach dem Spiel niedergeschlagen. Stürmer Vincent Vermeij (31) hatte selbst gute Chancen, um die Partie in eine andere Richtung zu lenken.
Nach Abpfiff sagte der Niederländer deswegen gefrustet: „Wir haben verloren und hätten viele Sachen besser machen können. Das ist öfter so, aber mein Gefühl war eigentlich okay. Wir waren klar besser und haben unsere Chancen nicht genutzt. Düsseldorf hat alle Chancen und unsere Fehler ausgenutzt.“
Der Angreifer hätte sich wegen des Spielverlaufes einen anderen Ausgang gewünscht: „Bis zur letzten Minute hatte ich noch das Gefühl, wenn wir einen reinschießen, dass immer noch etwas möglich ist. Das hat auch gezeigt, dass wir klar die bessere Mannschaft waren. Ich will aber auch kein schlechter Verlierer sein, deswegen Glückwunsch an Fortuna. Die Art und Weise ist aber ärgerlich.“
Vergangenen Sommer wechselte Vermeij vom Rhein an die Elbe. So richtig in Fahrt gekommen ist der Niederländer allerdings erst in den vergangenen Wochen. Mit fünf Toren und drei Vorlagen in den jüngsten acht Partien hatte der Angreifer großen Anteil daran, dass sich Dresden aus dem Tabellenkeller gekämpft hat.
Vor allem zu Beginn der Saison war der Torjäger abgemeldet, sein Debüt gab der ehemalige Düsseldorfer erst am 9. Spieltag beim Unentschieden gegen Preußen Münster.
Mit einem Sieg gegen Düsseldorf wären die Dresdener einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt gegangen. Durch die Pleite im Sechs-Punkte-Spiel ist die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm (43) aber wieder mittendrin.
In den letzten drei Partien der Saison trifft Vermeij mit seinem Team auf Kaiserslautern, Braunschweig und Kiel. Für den Verbleib in der 2. Bundesliga benötigen die Sachsen dabei sicher noch ein paar Punkte. Dynamo wird im Schlussspurt weiter auf den Torriecher des Ex-Fortunen bauen.
