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Abstieg nach 22 JahrenLetzter reiner Frauen-Klub muss in die zweite Liga

SGS Essen

Copyright: Harry Langer/dpa

Die Wege trennen sich: In der Liga werden Lena Ostermeier (r) und die SGS Essen nicht mehr auf Bayerns Pernille Harder treffen. (Archivbild)

SGS Essen steigt ab: Ende einer Ära im Frauenfußball

Das Ende einer Ära im Frauenfußball! Die SGS Essen, der letzte reine Frauen-Club, steigt aus der Bundesliga ab. Am finalen Spieltag kam die Mannschaft von Trainerin Heleen Jaques nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den SC Freiburg hinaus. Als Tabellenvorletzter ist der Weg in die Zweitklassigkeit nun traurige Realität.

Dabei keimte kurz Hoffnung auf. Beke Sterner brachte Essen in der 71. Minute in Führung. Doch Svenja Fölmli machte mit ihrem späten Ausgleichstreffer (86.) alle Träume zunichte. Die bittere Pointe: Ein Sieg hätte den Essenerinnen auch nicht mehr geholfen. Nach 22 ununterbrochenen Jahren endet die Zeit im Oberhaus.

DFB-Vizechefin zeigt sich betroffen

Der Abstieg sorgt auch beim Verband für Reaktionen. Heike Ullrich, die als DFB-Vizepräsidentin für den Mädchen- und Frauenfußball zuständig ist, äußerte sich in einer Medienrunde. Sie bedauere den Fall der Essenerinnen zutiefst. „Ich habe eine unheimliche Hochachtung vor dem, was Essen hier geleistet hat.“

Die SGS sei ein Club, der jungen Spielerinnen Vertrauen schenkte und trotz eines geringeren Budgets „hervorragende Arbeit“ vollbrachte. Zahlreiche Nationalspielerinnen wie Lena Oberdorf, Lea Schüller oder auch Linda Dallmann sammelten dort entscheidende Erfahrungen auf ihrem weiteren Karriereweg.

„Investments der anderen sind einfach überlegen“

Doch woran hat es gelegen? Für Ullrich ist die Ursache klar in der finanziellen Aufrüstung der Konkurrenz zu finden. Der Abstieg sei die Konsequenz daraus, „dass einfach die Investments der anderen Clubs und der Lizenzvereine solchen Strukturen wie der SGS Essen ein bisschen überlegen sind“, analysierte die Funktionärin.

Während Essen trauert, jubelt Mainz

Während in Essen Tränen fließen, wird an anderer Stelle gefeiert. Aus der zweiten Liga rückt neben Meister VfB Stuttgart auch Vizemeister Mainz 05 erstmals in die Bundesliga auf. Die Torjägerkanone sicherte sich unterdessen Larissa Mühlhaus. Die Spielerin von Werder Bremen erzielte 17 Saisontore. Damit ließ sie Selina Cerci (TSG Hoffenheim) und Pernille Harder (FC Bayern) mit jeweils 16 Treffern knapp hinter sich. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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