Ab nach Italien – bis 2024! US Sassuolo Calcio bereit, Fortunas Abwehrboss zu holen

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Bei Kaan Ayhan deutet sich ein Wechsel an, bei Kenan Karaman ist die Deadline schon verstrichen.

Düsseldorf – Ein Abgang, der Fortuna richtig wehtut: So wie es aussieht, verlieren dei Düsseldorfer einen ihrer besten Spieler. „Ja, es stimmt! Ich habe die Ausstiegsklausel gezogen, bin auch schon bei meinem neuen Verein in Italien“, schrieb Ayhan laut eines Berichts per Whatsapp an „Bild“.

Weitere Informationen sollen offenbar in den kommenden Tagen verkündet werden. Einen Abschiedsgruß für die Düsseldorfer Fans gab es aber schon jetzt: „Ich möchte nur schon mal sagen: Ich bedanke mich für vier fantastische Jahre bei Fortuna.“

Wechselt Kaan Ayhan nach Italien zu Sassulolo?

Ayhan war 2016 auf Anraten des damaligen Co.-Trainers Peter Herrmann (68) vom FC Schalke 04 zur Fortuna gekommen und gehörte seither zu den Teamleadern. das soll er nun offenbar auch beim Serie A-Achten US Sassuolo werden.

In seinen vier Spielzeiten am Rhein kam der türkische Nationalspieler auf 121 Pflichtspiele für die Düsseldorfer, zeigte neben seiner Stärken im Aufbau, seiner Schnelligkeit auch Abschluss-Stärke und erzielte insgesamt acht Tore.

Klar war, dass der Kader verkleinert werden soll, die finanziellen Einbußen durch die Corona-Krise sind einfach zu groß. Aber sicher nicht so...

Neben den insgesamt 17 Verträgen, die zum 30. Juni ausgelaufen waren (Routinier Adam Bodzek hat bekanntlich seinen an diesem Termin endenden Kontrakt verlängert) drohen weitere Abgänge.

Vier Spieler mit Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen

Mit Kaan Ayhan (25), Andre Hoffmann (27) und Matthias Zimmermann (28) gab (und gibt) es bei gleich drei Profis mit noch laufenden Ausstiegsklauseln. Bei Kenan Karaman (26), der ebenfalls für eine fixe Summe hätte gehen können, ist die Option bereits verstrichen. Die von Ayhan wäre Ende kommender Woche ausgelaufen.

Das hat der erste Neue bei Fortuna Düsseldorf vor

Die anderen könnte ein möglicher neuer Arbeitgeber auch noch herauskaufen.

Drei Ausstiegsklauseln für gut neun Millionen Euro

Bei Abwehrchef Ayhan werden für seinen neuen Verein, der wohl US Sassuolo heißen wird, 2,5 Millionen Euro fällig, um den türkischen Nationalspieler zu verpflichten. Der Innenverteidiger erhält bei Italiens Erstligisten einen Vierjahresvertrag, das bestätigte sein Vater Erol Ayhan dem türkische Fernsehnetzwek A Spor.

Der zweitteuerste Einkauf wäre Allrounder und Vorkämpfer Zimmermann, für den ein Abnehmer 3,75 Millionen Euro hinblättern müsste. Innenverteidiger Andre Hoffmann hat die Option, für 3,25 Millionen Euro zu wechseln.

Macht zusammen fast 12 Millionen Euro!

Deadlines wurden vor der Corona-Krise ausgehandelt

Doch die Konditionen wurden ausgehandelt, bevor das Virus zuschlug. Das bedeutet, dass es für das Ziehen der Ausstiegsklausel eine frühe Deadline gibt. 

Die Verträge wurden nämlich geschlossen, als alles noch normal lief und die Transferperiode üblicherweise nur bis Anfang September gelaufen wäre. Weil der Verein noch einen Puffer gebraucht hätte, um bei Verlust eines Spielers noch nachrüsten zu können, gibt es die frühen Klausel-Optionen. Hoffmann und Zimmermann haben nur noch gut eine Woche, um aus ihren Verträgen (die in Liga zwei reduzierte Bezüge haben) auszusteigen.

Thomas Röttgermann: „Wird sich Montag final entscheiden“

Es wird also knapp. „Wir sind nicht in der Situation, Spieler abgeben zu müssen – oder zu wollen“, stellt Präsident Thomas Röttgermann (59) klar.

Was den Ayhan-Deal angeht, äußerte sich der Präsident in einem Tweet noch zurückhaltend.

Fortuna wollte den Vorgang aktuell noch nicht bestätigen. Auf Twitter bezog der Verein folgendermaßen Stellung. „Es gibt Stand jetzt keinen Deal. Erst am Montag wird sich final entscheiden, ob die Ausstiegsklausel wirksam wird", lließ Fortunas Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann (59) verlauten.

Obwohl zahlreiche Klubs sind aufgrund der großen Unwägbarkeiten, die wegen der Pandemie nach wie vor herrschen, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht berei sind, die im Vertragswerk verankerten Beträge zu investieren, schlug Florenz im Falle Ayhans wohl zu.

Nach Deadline sind Ablösen wieder frei verhandelbar

Bei Zimmermann und Hoffmann wären die Ablösen der Kicker mit „Mücke-Klausel“ wieder frei verhandelbar, wenn nicht auch zeitnah ein Klub kommt, der bereit ist, die Ablöse zu löhnen. Geschieht das nicht, hätten die Düsseldorfer Bosse zumindest bei ihnen dann wieder alle Trümpfe selbst in der Hand.

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