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Fortuna-Krise immer schlimmerAllofs gesteht erstmals eigene Fehler ein

Fortuna Düsseldorf taumelt weiter dem Abstieg in die 3. Liga entgegen. Der ehemalige Sportvorstand Klaus Allofs hat über die Krise gesprochen und dabei auch eigene Fehler eingestanden.

Er hatte viele Jahre bei der Fortuna das Heft des Handelns in der Hand. Der ehemalige Sportboss Klaus Allofs (69) hinterließ nach seiner Entlassung im Dezember jedoch einen Trümmerhaufen.

Eine verunsicherte Mannschaft, frustrierte Fans und ein direkter Abstiegsplatz sind die Folge. Erstmals seit seinem Aus in Düsseldorf hat sich der Manager nun zur Lage geäußert.

Klaus Allofs: „Man muss fast das Schlimmste befürchten“

In dem Talkformat „Welt Sport Live“ sagte Allofs am Sonntag: „Obwohl ich nicht mehr in der Verantwortung bin, bin ich natürlich noch dicht dran und schaue mir jedes Spiel an. Ich fiebere mit und drücke die Daumen.“

In den vergangenen Wochen war das jedoch nicht von Erfolg gekrönt: „Jetzt hat sich eine Situation ergeben, die wirklich sehr bedenklich ist. Das Restprogramm sieht auch nicht ganz so einfach aus. Man muss fast das Schlimmste befürchten.“

Viele sehen den ehemaligen Sportvorstand als Grund für die aktuelle Misere. Der gebürtige Düsseldorfer kann die Kritik verstehen: „Ich war fünf Jahre bei der Fortuna und habe viele Dinge entwickeln können. Wir haben aber einen ganz schlechten Transfersommer gehabt. Die Mannschaft konnte nicht so performen, wie wir uns das gewünscht haben.“

Erstmals hat der gebürtige Düsseldorfer auch eigene Fehler eingestanden: „Ich habe von der sportlichen Seite natürlich meinen Anteil daran. Es ist schade, dass wir den Weg nicht mehr gemeinsam weitergehen konnten. Jetzt gilt es, die Daumen zu drücken, weil es schon ein harter Einschnitt wäre, wenn es in die 3. Liga geht.“

Die Geschichte würde sich wiederholen. Auch beim bislang letzten Abstieg in die 3. Liga in der Saison 1998/99 hatte Allofs seine Finger im Spiel. Damals war der 69-Jährige noch als Trainer an der Seitenlinie aktiv und musste im April seinen Hut nehmen. Den Abstieg konnte die Fortuna damals nicht mehr verhindern – bleibt zu hoffen, dass sich dieses Szenario 27 Jahre später nicht wiederholt.

Die Spieler von Fortuna Düsseldorf stehen nach dem Spiel in Magdeburg enttäuscht vor dem Fanblock.

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