Abo

Fehlende Vorbereitung und RamadanAnfang muss auf seine Dauerläufer achten

Marvin Wanitzek im Zweikampf mit Satoshi Tanaka und Anouar El Azzouzi.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Die Fortuna-Profis Satoshi Tanaka (l.) und Anouar El Azzouzi (r.) spulen in Düsseldorf viele Kilometer ab.

Bei Fortuna Düsseldorf machen Satoshi Tanaka und Anouar El Azzozi viele Wege im Mittelfeld. Damit die beiden Profis fit bleiben, gab es eine kleine Pause von Coach Anfang.

Das gesetzte Mittelfeld-Duo bei Fortuna Düsseldorf besteht seit diesem Jahr aus Neuzugang Satoshi Tanaka (23) und Laufwunder Anouar El Azzouzi (24).

Gemeinsam verdichten sie die Räume und spulen unzählige Kilometer ab. Dass das nicht spurlos an den beiden Profis vorbeigeht, hat man Anfang der Woche im Training gesehen.

Fortuna: Tanaka und El Azzouzi müssen auf ihre Körper achten

Von Coach Markus Anfang (51) gab es deswegen eine kleine Pause für das Gespann. Der Trainer erklärte zu Wochenbeginn: „Bei Tana und Anou ist es Belastungssteuerung. Bei Tana hat man schon im Spiel in Darmstadt hinten raus gemerkt, dass er keine Vorbereitung hatte. Körperlich müssen wir da aufpassen, dass er uns nicht kaputtgeht. Deswegen tun ihm zwei Tage Pause mal gut.“

Weil in Japan die Saison im Jahresrhythmus gespielt wird, kam der Sechser kurz nach dem letzten Spiel für Hiroshima nach Düsseldorf. Im kurzen Trainingslager versuchten die Rot-Weißen, ihn dann primär körperlich vorzubereiten.

Ähnlich sieht es auch beim deutlich offensiveren Part des Mittelfeld-Duos aus. El Azzouzi ist mit 261,2 Kilometern auf Platz sieben der am meisten gelaufenen Distanz in dieser Saison. Er steht zwar im Saft, doch der Marokkaner hat ein anderes Problem. Als gläubiger Muslim verzichtet der Mittelfeldmotor im Fastenmonat Ramadan von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Besonders als Leistungssportler eine große Herausforderung.

Für den Coach war deswegen klar, dass auch El Azzouzi eine kurze Pause bekommt: „Bei Anou ist es so, dass er immer wieder mit der Muskulatur im Oberschenkel zu tun hat. Deswegen haben wir gesagt, dass wir ihn auch lieber mal rauslassen. Hinzu kommt dann noch die Fastenzeit für ihn. Da haben wir dann auch überlegt, ob wir es unbedingt machen müssen oder wir ihm ein bisschen Luft geben.“

Den freien Tag am Wochenende – den auch seine Kollegen hatten – nutzte der Fortuna-Profi, um seine alten Teamkollegen beim PEC Zwolle in den Niederlanden zu besuchen. Vor der Partie des Erstligisten gegen Ajax wurde der 24-Jährige mit Blumenstrauß offiziell verabschiedet.

Dazu schrieb der Mittelfeldspieler auf Instagram: „Es tat gut, nach Hause zu kommen. Ich möchte mich bei allen innerhalb des Vereins, den Fans und allen Beteiligten für die schöne gemeinsame Zeit bedanken. Für immer ein Bewohner von Zwolle.“ Einem Einsatz am Samstag in Nürnberg (13 Uhr, Sky) steht jedoch nichts im Weg. Mit neuer Energie wollen beide wieder viele Kilometer machen.

Jordy de Wijs wird von zwei Ärzten von Fortuna Düsseldorf am Seitenrand behandelt.

Abwehr-Not bei der Fortuna

Innenverteidiger fällt mehrere Wochen aus