Pérez bleibt Real-Boss und will Mourinho zurückholen.
Pérez bleibt der König79-Jähriger gewinnt Wahl und will Mourinho zurück nach Madrid holen.

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Mit dem Wahlsieg erhielt Pérez ein Mandat für eine weitere Amtszeit bis 2030. (Archivbild)
Trotz zwei sportlich mageren Jahren und heftiger Kritik an seiner Amtsführung bleibt Florentino Pérez der starke Mann bei Real Madrid. Der 79-jährige Bauunternehmer gewann die erste Präsidentschaftsabstimmung des spanischen Rekord-Clubs seit zwei Jahrzehnten deutlich gegen seinen Kontrahenten, den Jungunternehmer Enrique Riquelme. Dies gestand Riquelme gegenüber Medienvertretern bereits ein, bevor das amtliche Resultat verkündet wurde.
Damit sicherte sich Pérez ein Mandat für eine weitere Amtsperiode, die bis 2030 andauern wird. Abgesehen von einer dreijährigen Pause zwischen 2006 und 2009 leitet der milliardenschwere Geschäftsmann die Geschicke des Vereins schon seit dem Jahr 2000. „Es ist ein sehr glücklicher Tag für mich und für den Madridismo“, erklärte Pérez in der Nacht zum Montag vor der Presse. „Wir werden alles geben, um die Champions League zum 16. Mal zu gewinnen.“
Den Anstoß zur Wahl gab Pérez selbst vor etwa einem Monat, quasi als Vertrauensbeweis. Der Auslöser: eine 0:2-Pleite im „Clásico“ gegen den FC Barcelona, die dem Rivalen die Meisterschaft einbrachte. Zuvor war für Real Madrid schon im Pokal-Achtelfinale gegen den Zweitligisten Albacete Schluss, und im Viertelfinale der Champions League war gegen den FC Bayern München Endstation.
Irre Hürden für Gegenkandidaten: So schützt Pérez seine Macht
Der Vereinschef, der schon lange im Amt ist, beklagte nach der Serie von Niederlagen eine gezielte „Kampagne“ gegen seine Person. „Man sagt, ich sei krank, ich hätte einen unheilbaren Krebs. Ich nutze die Gelegenheit, um den Menschen zu sagen, die sich um mich sorgen: Ich leite weiter den Club und auch mein Unternehmen, das 50 Milliarden im Jahr umsetzt. Meine Gesundheit ist perfekt“, stellte Pérez im Mai klar.
Nachdem er den Edel-Klub bereits von 2000 bis 2006 geleitet und die Zeit der „Galaktischen“ mit Stars wie Luís Figo, Ronaldo Fenómeno, Zinédine Zidane und David Beckham geformt hatte, kehrte Pérez 2009 ohne einen einzigen Gegner ins Präsidentenamt zurück. Seither hat kein potenzieller Konkurrent die extremen Anforderungen für eine Kandidatur meistern können, weshalb Pérez stets ohne Wahl im Amt verblieb.
Um überhaupt antreten zu können, war Riquelme gezwungen, eine Bankbürgschaft über circa 187 Millionen Euro vorzulegen. Diese Summe macht 15 Prozent des gesamten Vereinsbudgets von fast 1,2 Milliarden Euro aus. Sein Traum zerplatzte aber bei der Abstimmung im Trainingskomplex Ciudad Real Madrid im Viertel Valdebebas, zu der etwa 70.000 Vereinsmitglieder aufgerufen waren.
Der Zukunfts-Plan: Pérez will Mourinho zurück!
Im Vorfeld der Abstimmung versprach Pérez „Kontinuität“. Er pochte dabei auf die sportlichen Triumphe, die der Verein unter seiner Leitung nicht nur im Fußball feierte. Zudem betonte er die finanzielle Solidität des Klubs unter seiner Regie und den tiefgreifenden Umbau des Santiago-Bernabéu-Stadions.
Herausforderer Riquelme hingegen stilisierte den Wahlkampf zu einem Duell der Generationen. Der 37-jährige Geschäftsmann stellte einen kompletten Neustart in Aussicht, legte aufsehenerregende Transfer-Ideen vor – darunter das Versprechen, den norwegischen Top-Stürmer Erling Haaland zu holen – und warb für eine stärkere Einbindung der Mitglieder.
Durch den Sieg bei der Wahl dehnt Pérez seine bemerkenswerte Amtszeit weiter aus. Der „Presidente“ wird als Architekt der vermutlich erfolgreichsten Epoche in der Historie des Vereins angesehen. Unter seiner Ägide holte Real Madrid unzählige nationale und internationale Pokale, darunter siebenmal den Titel in der Champions League. Mit einer möglichen Rückholaktion von Ex-Trainer José Mourinho möchte Pérez die Mannschaft um die Top-Spieler Vinícius Júnior und Kylian Mbappé wieder in die Erfolgsspur bringen. Berichten aus den Medien zufolge hat er außerdem ein Auge auf den Bayern-Profi Michael Olise geworfen. (dpa/red)
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