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„Ich bin ein guter Typ“ Flicks Neuling Füllkrug bereit für die besonderen Momente im Spiel

Deutschlands Stürmer Niclas Füllkrug bei der Pressekonferenz.

Nur echt mit Zahnlücke. Niclas Füllkrug bei der Pressekonferenz der Nationalmannschaft am 15. November 2022 in Maskat.

Mit zehn Toren für den Aufsteiger Werder Bremen hat sich Niclas Füllkrug in den WM-Kader geballert. Unter Hansi Flick hat der Stürmer gleich eine ganz besondere Trikotnummer erhalten.

Jahrelang versuchte es die Nationalmannschaft mit einer sogenannten „falschen Neun“. In der Sturmspitze agierte meist ein offensiver Mittelfeldspieler. Auch Timo Werner (26), der zuletzt unter Hansi Flick (57) gesetzt war, ist kein klassischer Stoßstürmer.

Doch bei der WM hat der Bundestrainer wieder einen echten Neuner im Kader. Und das nicht nur wegen der Rückennummer. Mit zehn Toren für Werder Bremen ballerte sich Niclas Füllkrug (29) ins DFB-Team. Dienstag (15. November 2022) trainierte er erstmals im Outfit des Nationalteams.

Niclas Füllkrug spielte nur bis zur U20 für den DFB, nun in der A-Mannschaft

Von der U18 bis U20 war er bei Junioren-Lehrgängen, machte 17 Länderspiele. Nun die späte Berufung in die A-Auswahl passend zur WM. „Ich hatte bisher gar nicht viel Zeit nachzudenken, es geht Schlag auf Schlag, das ist aber auch ganz gut“, sagte er im Oman noch recht zurückhaltend. „Ich freue mich hier zu sein und Teil der Nationalelf zu sein. Ich will mit den Jungs erfolgreich sein.“

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Füllkrug, den alle wegen seiner Zahnlücke nur „Lücke“ nennen, kann der deutsche Superjoker werden. Gerade sein Verein ist Spezialist bei späten Toren. „Wichtig ist, dass wir als Team erfolgreich sind und alle ihre Rollen ausfüllen. Ich werde versuchen, bereit zu sein, um der Mannschaft vielleicht auch am Ende zu helfen, wenn nur noch wenig Spielzeit auf der Uhr ist“, sagt der gebürtige Hannoveraner.

Oliver Bierhoff (54) und Mario Götze (30) bescherten Deutschland mit besonderen Treffern bereits Titel. Kann in Katar der Werder-Knipser der Mann für den großen Moment sein? „Ein Turnier nimmt manchmal Wege, die man sich jetzt noch gar nicht vorstellen kann“, sagt der.

„Man braucht zu jeder Sekunde jeden Spieler mit 100 Prozent. Egal, ob er am Ende eine Minute zum Zeitschinden kriegt oder immer von Anfang an spielt. Wo mein Job liegen wird, wird man sehen, das wird sich herauskristallisieren. Als Stürmer hast du andere Möglichkeiten. Ich bin ein anderer Spielertyp als die anderen und könnte dann eine Veränderung im Spiel sein, wenn man was verändern will.“

Niclas Füllkrug: Anderes System als bei Werder Bremen macht Probleme

Die größte Veränderung für den Stürmer ist erst einmal das neue System. Während er in Bremen seit anderthalb Jahren im 3-5-2 spielt, bevorzugt Flick ein 4-2-3-1-System. „Dass es auf Hauruck perfekt klappt, glaube ich nicht.“

Dennoch: Mit der legendären „9“ auf dem Rücken begeisterten einst die Idole Fritz Walter, Uwe Seeler, Klaus Fischer, Horst Hrubesch oder Rudi Völler bei Weltmeisterschaften die deutschen Fans. „Das waren alles gute Typen, wirkliche Typen. Ich glaube, dass ich auch ein guter Typ bin“, sagte er schmunzelnd. Er sei neben dem Platz für „alles, was gute Stimmung reinbringen kann, zu haben und nicht zu schade. Ich kann auch über mich selbst lachen.“

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