FIFA-Deal mit Diarra: Millionen-Streit endet ohne Geld?
FIFA zahlt keinen CentEinigung mit Ex-Star Diarra nach 65-Millionen-Euro-Klage

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Lassana Diarra - hier im Trikot von Olympique Marseille - klagte gegen die FIFA. Nun soll der Disput beigelegt sein. (Archivbild)
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FIFA-Deal mit Ex-Nationalspieler Diarra! Millionen-Streit endet – aber ohne einen Cent zu zahlen? Ein jahrelanger Zoff um Millionen ist plötzlich vorbei. Der Weltfußballverband FIFA und Frankreichs früherer Nationalspieler Lassana Diarra beenden ihre juristische Fehde. Doch die Umstände des Deals sorgen für Kopfschütteln.
Der Weltfußballverband FIFA hat in der juristischen Auseinandersetzung mit Frankreichs Ex-Nationalspieler Lassana Diarra laut eigener Aussage einen außergerichtlichen Vergleich erzielt. Über die genauen Inhalte des Deals schweigt sich der Verband jedoch aus. Besonders brisant: Der frühere Anwalt von Diarra teilte auf eine dpa-Anfrage mit, dass er von keinerlei Einigung wisse.
Im Sommer 2025 hatte der frühere Profi-Fußballer die FIFA sowie den belgischen Verband auf eine Summe von 65 Millionen Euro brutto als Schadensersatz verklagt. Grundlage für diesen Schritt war eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2024. Dieses Urteil besagte, dass spezifische Transfer-Vorschriften des Weltverbands gegen geltendes EU-Recht verstoßen.
FIFA stellt klar: Keine Schuld, kein Geld
Sämtliche rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Diarra und der FIFA sind nun beendet, so die Mitteilung des Verbands. Er betonte jedoch: «Die FIFA hat weder ihre Schuld eingestanden noch eine Entschädigungszahlung geleistet.» Zu dem Fall wollte der Weltverband momentan keine weiteren Angaben machen.
Der Ursprung dieses jahrelangen Streits geht auf das Jahr 2014 zurück. Damals verließ Diarra seinen damaligen Arbeitgeber Lokomotive Moskau, obwohl sein Vertrag noch gültig war. Der russische Club beschuldigte den Spieler des Vertragsbruchs und wandte sich an die FIFA. Diese verurteilte Diarra daraufhin zu einer Geldstrafe von über 10 Millionen Euro.
Was bedeutet der Deal für geplante Massenklagen?
In der Folge wollten andere Vereine den Spieler nicht mehr unter Vertrag nehmen. Der Grund dafür waren die damaligen FIFA-Vorschriften. Diese sahen vor, dass ein aufnehmender Club für den Profi haften und für mögliche Strafen aufkommen müsse. Der EuGH monierte in seiner Entscheidung, dass dies die durch EU-Recht garantierte Freizügigkeit der Spieler sowie den Wettbewerb unter den Clubs einschränke. Daraufhin kündigte die FIFA an, ihre Regularien überarbeiten zu wollen.
Die Organisation „Justice for Players“ bereitet als Konsequenz aus dem Fall nun Massenklagen gegen die FIFA und die Fußballverbände in den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Dänemark und Deutschland vor. Sie argumentiert, dass die überarbeiteten FIFA-Bestimmungen nicht ausreichen und keine Entschädigung für Sportler vorsehen, denen früher Unrecht widerfahren ist. Welche Konsequenzen der Deal zwischen der FIFA und Diarra nun hat, bleibt vorerst abzuwarten. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
