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„Was einfallen lassen“Schalke-Legenden vor FC-Spiel alarmiert

Trainer Miron Muslic und seine Mannschaft stehen vor den Schalke-Fans.

Copyright: IMAGO/Team 2

Trainer Miron Muslic muss sich mit Schalke „etwas einfallen lassen“, fordern zwei Vereinsikonen.

Die Stimmung bei Schalke 04 ist nach der Niederlage gegen Mainz auf dem Tiefpunkt. Zwei Klub-Idole finden jetzt klare Worte.

Die jüngsten Darbietungen des FC Schalke 04 machen den Vereins-Idolen Rüdiger Abramczik und Klaus Fischer schwer zu schaffen. Vor dem Spiel der Königsblauen am kommenden Samstag beim 1. FC Köln (24. Oktober, 15.30 Uhr) schlagen sie Alarm.

Vor allem das 0:1 zu Hause gegen den 1. FSV Mainz 05 brachte bei den beiden das Fass zum Überlaufen. Im Youtube-Format „Legenden Talk“ nahm Fischer bezüglich der Pleite kein Blatt vor den Mund: „Das war eine verdiente Niederlage. Eigentlich hätte sie höher ausfallen müssen.“

Fischer fordert die alten Schalker Tugenden

Seine unmissverständliche Analyse: „Also auf Deutsch gesagt, kann man dieses Spiel vergessen. Wir müssen uns da wirklich was einfallen lassen, weil wir kaum aufs Tor schießen. Die hatten Chancen ohne Ende und wir gar keine.“ Das berichtet „Sport.de“.

Der 76-Jährige stört sich bei den Königsblauen besonders an einem Punkt. „Wenn du nicht von der ersten Minute an Gas gibst ohne Ende und in die Zweikämpfe reinfliegst, dann wirst du solche Spiele nicht gewinnen“, meint Fischer. Seine Forderung: „Es muss mehr Engagement kommen, damit der Funke auch wieder auf die Zuschauer überspringt.“

Abramczik äußerte sich ganz ähnlich und nahm dabei auch Coach Miron Muslic in die Pflicht. „Der Trainer hat gesagt, dass wir 60, 65 Minuten gar nicht auf dem Platz waren. Dann frage ich mich nur: Warum sind wir denn in einem Heimspiel so lange nicht auf dem Platz? Wo willst du denn gewinnen, wenn nicht zuhause?“ Seine Wahrnehmung: „Wir waren nicht richtig gallig.“

Aus Sicht der S04-Legende war dies die bisher schlechteste Leistung unter Muslic. „Keiner war aggressiv, keiner hat dem anderen geholfen“, bemängelte Abramczik. Er fügte hinzu: „Wir haben keinen super Fußballer in unsere Truppe, der mal den Kopf hoch nimmt und irgendwo in den Gassen reinspielt. Wir sind nur als Paket gut.“

Einen schmerzhaften Vergleich stellte Fischer mit dem Mit-Aufsteiger SV Elversberg an. Während die Saarländer bereits zehn Zähler verbuchen konnten, hat Schalke lediglich fünf. „Wo stehen die und wo stehen wir? Wie spielen die und wie spielen wir? Wir sind doch souverän als Erster aufgestiegen. Deswegen muss sich der Trainer jetzt etwas einfallen lassen.“

Dass die Mannschaft in der zweiten Liga stark aufgespielt hat, ist für Abramczik jetzt „scheißegal“, wie er betonte. „Das kannst du alles in die Tonne kloppen. Man muss jetzt die Fehler sehen und schauen, wie man die Spiele gewinnen kann.“ (red)