Der FC muss vorerst ohne echten Mittelstürmer auskommen. In Frankfurt wurden die Probleme mehr als deutlich.
FC-Frust in FrankfurtMehr als nur nackte Mittelstürmer-Not

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Chancen hatte der FC in Frankfurt einige, nutzen konnte die Offensive keine davon.
In der neuen Trainingswoche steht am Geißbockheim nur eins auf dem Zettel: den Angriff schärfen! Nach dem bitteren 0:1-Frankfurt-Schocker sitzt der Frust tief. „Es war ein gutes Auswärtsspiel, leider mit einem scheiß Ergebnis“, resümierte FC-Coach René Wagner.
Dabei waren die Hessen nach der 0:6-Leipzig-Klatsche vor knapp 60.000 im eigenen Stadion völlig verunsichert. Die Kölner wirbelten los: Schon nach 50 Sekunden schickte Borna Sosa Angreifer Marius Bülter mit einem Sahne-Pass auf die Reise. Doch der Stürmer scheiterte freistehend an Frankfurts Keeper Atubolu.
FC-Stürmer Marius Bülter ratlos
Stürmer-Schicksal hin oder her – Wagner legte den Finger in die Wunde: Seine Angreifer waren „im letzten Drittel nicht genau genug“. Dem Sturm fehlt die Nervenstärke – mindestens! Dabei war der Kölner Konter-Plan eigentlich perfekt: tief stehen, Nadelstiche setzen. Die Abwehr-Mauer hielt lange stand, vorn gab es dicke Möglichkeiten.
Das Riesen-Problem: Nach den Verletzungs-Schocks von Thijs Dallinga (Kreuzbandriss) und Ragnar Ache (mehrwöchige Pause nach Muskelverletzung) fehlt der echte Knipser! Ein Vollstrecker, der Chancen in Siege verwandelt. Die bittere Wahrheit: Seit Januar gab es kein Zu-null-Spiel mehr. Wenn die Sturm-Zentrale nicht trifft, gibt es für den FC wenig zu holen.
„Wir haben eigentlich vieles richtig gemacht. Es ist schwierig zu erklären“, haderte Null-Tore-Stürmer Marius Bülter. Der Pechvogel rackerte sich 90 Minuten ab – wartet aber nach sechs Saison-Einsätzen immer noch auf seinen ersten Scorer.
Nach starken Ansätzen in Durchgang eins forderte Wagner in der Kabinen-Ansprache noch mehr Mut. Der Coach: „Das hatten wir uns nach so einer ersten Halbzeit verdient.“ Doch nach dem Wiederanpfiff folgte die totale Flaute! Auch, weil das Lazarett wächst: Neben den Stammkräften fehlt auch noch Not-Stürmer Imad Rondic mit einer Muskelverletzung wochenlang.
Plötzlich ging gar nichts mehr: Die FC-Verteidiger scheiterten sogar kläglich beim Versuch, ihre Sprinter Linton Maina und Said El Mala mit langen Bällen zu füttern.
Trainer Wagner war frustriert: „Wir haben es nicht geschafft, den Ball in die gegnerische Hälfte zu bekommen.“ Es herrscht eben mehr als nur nackte Mittelstürmer-Not. In der Schlussphase kollabierte der komplette Kölner Plan! (red)
